GLOBAL UND RUND-UM-DIE-UHR: GAF AG ZUM 50TEN MAL IM EINSATZ FÃœR DEN EUROPÄISCHEN KRISENINFORMATIONSSERVICE „EMERGENCY MANAGEMENT SERVICE: MAPPING“

Ein Team von 30 spezialisierten Mitarbeitern steht rund um die Uhr bereit (24×7 Dienst) um auf eine große Bandbreite von Krisen und Katastrophenfällen unmittelbar reagieren zu können. Das Einsatzteam lässt sich kurzfristig um bis zu 70 weitere Fernerkundungsexperten, Bildauswerter, GIS-Spezialisten und Kartografen verstärken. Mit über 100 Interpretationsarbeitsplätzen, einer redundanten, robusten IT-Infrastruktur und 100 Terabyte Speicherplatz ist die GAF bestens auch auf sehr große Datenmengen und Großereignisse vorbereitet.

Der Informationsdienst wird zurzeit für zwei Einsatzfelder z.T. in einem engen Netzwerk mit europäischen Partnern betrieben:

– für global agierende Rohstofffirmen werden im Katastrophen- und Krisenfall Geoinformationsdienste für das „Emergency Management“ erbracht; damit können speziell bei Umweltkatastrophen wie z.B. Gefahrstoffunfällen (z.B. Havarien) schnelle Hilfs- und Eindämmungsmaßnahmen eingeleitet werden.

– Seit Frühjahr 2012 ist die GAF als einziger deutscher Service Provider (SP) eines europäischen Konsortiums mit dem „GMES/COPERNICUS Emergency Management Service“ der Europäischen Kommission beauftragt. Bei Naturkatastrophen oder durch Menschen verursachten Krisenfällen können dabei den nationalen Zivil- und Bevölkerungsschutzbehörden weltweit innerhalb von drei Stunden nach Erhalt von Satellitenbildern die ersten aktuellen Schadensabgrenzungskarten zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus werden Referenzkarten (pre-Desaster) und Karten zum Schadensausmaß und zur Schadensklassifizierung erstellt (post-Desaster), um die Auswirkungen einer Katastrophe oder Krise analysieren zu können. In über 50 Aktivierungen des Services für Katastrophen- und Krisenfälle in 25 Ländern auf drei Kontinenten wurden seit April 2012 mehr als 500 Kartenprodukte und GIS-Datensätze erstellt. Die Einsätze reichen von Wald- und Flächenbränden, Stürmen, Ãœberflutungen, Erdbeben und Tsunamis bis hin zu humanitären Krisen, industriellen Unfällen und Umweltverschmutzungen. Die meisten Ergebnisse sind öffentlich zugänglich über das Copernicus Webportal der EU (http://emergency.copernicus.eu).

Dieser Kriseninformationsdienst steht darüber hinaus weiteren Kunden wie z.B. Behörden des Umwelt- und Katastrophenmanagements offen. Was von der Forschungs- und Entwicklungsseite unter anderem im Rahmen des GMES-Programms – z.B. vom beim DLR beheimateten ZKI in internationaler Kooperation mit anderen europäischen Instituten und Firmen – mit langjährigem Einsatz und großem Engagement fortwährend weiterentwickelt wurde, setzt die GAF mit der Schlagkraft eines kommerziell agierenden Unternehmens in einen operationellen, leistungsfähigen und auch kommerziell verfügbaren Notfallinformationsdienst um. Durch ihre langjährigen und engen Partnerschaften mit den Betreibern aller relevanten Satellitensysteme höchster Auflösung ist die GAF zudem in der Lage, für solche Dienste nahezu die gesamte Bandbreite ziviler Erdbeobachtungsmöglichkeiten aus dem Weltraum schnellstmöglich und mit detailliert abgestimmten Nutzungslizenzen einzubringen.

Die GAF kann auf eine langjährige Erfahrung als Informationsdienstleister für Schadenskartierungen und Katastrophenmanagement zurückblicken. Schon 1986 war sie bei der Auswertung von Thermalsatellitendaten über dem Reaktor von Tschernobyl tätig, ferner bei weiteren Demonstrationsprojekten für hoheitliche Stellen und die Internationale Charter „Space and Major Disasters“. In Kombination mit der internationalen Projekt- und Consulting-Erfahrung ergibt sich daraus die ideale Voraussetzung, um Projekte im Bereich Kriseninformationsmanagement durchzuführen. Dafür hat die GAF weitgehend automatisierte und „near-real-time“ Prozessketten entwickelt. Um Geoinformation voll in Wert zu setzen, bietet die GAF außerdem ein eigenes Portfolio von Visualisierungs- und GIS-Lösungen an, welches von 3D-Visulisierungen bis zum Einsatz von mobilen GIS-Systemen mit integrierter Satellitenkommunikationspositionierung für die Geländearbeit reicht.

Weitere Informationen unter:
http://www.gaf.de