Das Image des Druckerberufs ist nach wie vor nicht das Beste. Daher hat es die Branche schwer, qualifizierten und engagierten Nachwuchs zu bekommen. Doch gerade der wird gebraucht, zumal die Aufgabenbereiche immer mehr Kreativität und umfangreiches technisches Know-how erfordern. Nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und der Bedeutung der Neuen Medien. Die vielschichtigen Ausbildungsberufe wurden daher unter dem Arbeitsbegriff „Medienmacher – print und digital“ zusammengefasst und in der neuen Broschüre des bvdm dargestellt. Mit dem Druck wurde die JUNGDRUCK GmbH & Co. KG beauftragt. „Wir wollen mit dem Aussehen der Broschüre ein maximales AHA-Erlebnis bei den jungen Leuten erzielen“, so Olaf Jung, Geschäftsführer und Betriebsleiter von JUNGDRUCK. „Vor allem in Bezug auf die Veredlungstechniken wollten wir die Vielfalt der Möglichkeiten demonstrieren, um dem Nachwuchs konkret zu zeigen, dass in unserer Branche heute viel Kreativität und hohes technisches Wissen gefragt ist. Also alles andere als eintönig und langweilig.“
Alles in einem Druckvorgang
Bei dem Umschlag der Broschüre fiel die Entscheidung auf ein mit Silberfolie beschichtetes Papier. Dieses wurde in einem mehrschichtigen Druckverfahren sowohl mit Deckweiß als auch mit einem leuchtenden Orange und mit Schwarz bedruckt. Veredelt wurde der Umschlag partiell mit einem UV-Glanzlack und einer Hybridlackierung. Bei Letzterem werden zwei sich gegenseitig abstoßende Lacke übereinander aufgetragen. Durch diesen Abstoßungsprozess entsteht eine raue matte Oberfläche. Im Inneren der Broschüre wurde ebenfalls partiell mit Glanzlack und der Verwendung von Leuchtfarben veredelt.
Die einzelnen Veredlungstechniken an sich sind nicht außergewöhnlich und unter Fachleuten weitläufig bekannt. Doch dass jede Seite in nur einem einzigen Druckdurchgang gedruckt und vollständig veredelt wurde – in einer Offsetdruckmaschine – scheint nach Meinung der Broschürenmacher weniger bekannt zu sein. Dieses Verfahren nennt man Inlinedruck. „Mit unserer Inlineveredlung erreichen wir eine hochgradige Veredlung bei minimalem zeitlichen Aufwand und damit geringen Kosten“, so Olaf Jung. „Wir wollen damit nicht nur dem Nachwuchs zeigen, was technisch möglich ist, sondern auch beweisen, dass Gutes nicht immer teuer sein muss.“
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