Nach der erneuten Ablehnung eines sofortigen Rücktritts durch Ägyptens Staatspräsident Husni Mubarak könnte die Lage im Land eskalieren. Laut Oppositionspolitiker Muhammad Al-Baradei werde Ägypten „explodieren“ und die Armee müsse das Volk jetzt schützen. Unmittelbar nach der Ansprache Mubaraks am Donnerstagabend war die Stimmung auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos gekippt. Die Demonstranten, die zuvor in Erwartung des Rücktritts ihres Präsidenten bereits gefeiert hatten, machten ihrem Unmut lautstark Luft. Mubarak hatte erklärt, bis zum September weiterhin Staatspräsident bleiben zu wollen. Vizepräsident Omar Suleiman solle jedoch die Amtsgeschäfte übernehmen. Mittlerweile hat Ägyptens Botschafter in den Vereinigten Staaten, Sameh Schukri, Suleiman als „De-facto-Präsidenten“ bezeichnet. Gegenüber dem US-Sender CNN sagte er weiterhin, Mubarak sei nur noch im rechtlichen Sinn Präsident.
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