(NL/9936930675) Regensburg, 05. März. In Deutschland leiden etwa 5.000 Kinder und Jugendliche an Diabetes Typ 2. Dabei hat sich die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen zehn Jahren verfünffacht. Dass sich der diesjährige Tag der gesunden Ernährung (07.03.) an dem Motto Essen und Trinken in Schule und Kita orientiert, scheint daher nur angemessen. Denn wie der Diabetes Gesundheitsbericht 2013 bestätigt, erkranken fast ausnahmslos übergewichtige Kinder und Jugendliche an Typ-2-Diabetes. Laut einer Langzeitstudie des Robert-Koch-Instituts hat sich deren Zahl seit den 80er Jahren verdoppelt: 15 % gelten demnach aktuell als übergewichtig, gut 6 % sogar als adipös. Thomas Hartauer, Lacuna-Vorstand, äußert sich zu den Konsequenzen für den Gesundheitsmarkt: Hier steht die Branche vor großen Herausforderungen, die neben wirkungsvollen Präventionsmaßnahmen vor allem die Entwicklung kosteneffizienter Therapien für die steigenden Patientenzahlen notwendig machen.
Diabetes Marktdaten und Hintergründe
Weltweit umfasst der Diabetes-Markt nach Schätzungen des Research-Unternehmens Evaluate Pharma ein Volumen von jährlich 35 Mrd. USD. Bis 2018 erwartet das Analysehaus eine Zunahme auf etwa 60 Mrd. USD. Insbesondere der Pharmamarkt profitiert von diesem rasanten Wachstum, wie ein Blick auf die Zahlen bekannter Marktakteure zeigt. So geht Sanofi von einem Umsatzwachstum von aktuell 5.451 Mio. USD auf 6.575 Mio. USD bis 2018 allein für das Medikament Lantos aus. Ähnlich großes Potenzial bringen die Insulinproduzenten Novo Nordisk und Merck&Co. mit.
Hinter den steigenden Umsatzzahlen dieser Unternehmen steht die traurige Tatsache, dass sich ungesunde Ernährungsgewohnheiten und ein deutlicher Mangel an Bewegung immer mehr durchsetzen, so Thomas Hartauer. Weltweit gibt es aktuell 246 Mio. Diabetiker, wobei Experten von einem Anstieg auf 360 Mio. bis 2030 sprechen. Allein in Deutschland leiden 90 % der insgesamt 6 Mio. Diabetiker an der Typ-2-Variante der Stoffwechselstörung. Spezialisten gehen jedoch von einer Dunkelziffer in Höhe von weiteren 5 Mio. bislang unerkannter Fällen aus.
Pro Kopf liegen die Kosten für das Gesundheitssystem dabei zwischen 5.000 und 6.000 Euro, sodass jährlich knapp 15 Mrd. Euro für die Diabetes-Versorgung anfallen. Werden die Behandlungskosten anderer Übergewicht induzierter Erkrankungen hinzugerechnet, liegen die Ausgaben bereits bei einem Drittel des gesamten Etats der gesetzlichen Krankenkassen. Dazu Thomas Hartauer: Da das deutsche Gesundheitssystem als eines er teuersten weltweit gilt, untermauern die Zahlen anschaulich die Notwendigkeit kosteneffizienter Therapien, um auf diese Weise Kosten einsparen zu können. Die Branche arbeitet daher auf Hochtouren an der Entwicklung neuer Methoden von der Insulin-Herstellung bis hin zur Produktion von Diagnoseapparaten wie Blutzuckermessgeräten und Teststreifen.
Hintergrundinformationen
Unterschieden wird zwischen den Diabetes-Formen Typ 1 und Typ 2. Bei Typ 1 handelt es sich in der Regel um einen angeborenen Defekt. Betroffene verfügen nicht über körpereigenes Insulin und können daher ihren Blutzuckerspiegel nicht regulieren. Die Gabe von synthetischem Insulin ist daher lebensnotwendig. Typ-2-Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, entsteht vor allem aufgrund falscher Ernährung und mangelnder Bewegung. Obwohl die Zahl von Kindern und Jugendlichen steigt, die an Diabetes 2 leiden, gehen im jüngeren Alter (bis 25 Jahre) 90 % der Diabetesfälle auf den Typ 1 zurück. Laut der Universität Göttingen sind in Deutschland zwischen 25.500 und 26.500 Menschen unter 20 Jahre an Diabetes Typ 1 erkrankt. Pro Jahr steigt die Zahl um ca. 3,6 %, sodass die Göttinger Universität von einer Verdopplung der Neuerkrankungen innerhalb von 20 Jahren ausgeht.
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