Während der heutigen PEAG Personaldebatte zum Frühstück diskutierten Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende und Jutta Klemme, Arbeitgeberverband Gesamtmetall und Leiterin Arbeitsbereich Sozialpolitik.
Kontrovers wurde die Frage diskutiert, ob die Generation Y ? gemeint sind die „Umdiedrei-ßigjährigen“ ? unter anderem einen Änderungsbedarf bei der gesetzlichen Regelung von Arbeitszeiten verlangt, um so die benötigten Fachkräfte für die Unternehmen zu gewinnen. In diesem Zusammenhang wies Jutta Kemme, Gesamtmetall, darauf hin, dass die 1908 eingeführte Vorschrift einer 11-stündigen ununterbrochenen Ruhepause mit den Wünschen der Beschäftigten nach individuellen Arbeitszeiten und der digitalisierten Arbeitswelt immer öfter in Konflikt gerät: „Wer nachmittags privaten Interessen nachgehen und dafür abends noch E-Mails schreiben möchte, muss aufpassen, dass die 11-Stunden-Pause bis zur ersten Besprechung am nächsten Morgen eingehalten wird.“ Hier müsse überlegt werden, wie Arbeitnehmerschutz und individuelle Arbeits(-zeit)gestaltung in Einklang gebracht werden können. Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, forderte, dass der im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankerte Rechtsanspruch auf Teilzeit auf Betriebe mit weniger als 15 Beschäftigten ausgeweitet wird. Und weiter: „Ebenso muss der Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit gesetzlich verankert werden!“
Für Gerd Galonska, Geschäftsführer der PEAG, zeigt sich, dass ein Bewerber der Generation Y sehr genau schaut, ob das Unternehmen und nicht nur die Stelle zu ihm passt. Bei der Rekrutierung von Fachkräften hat das Unternehmen somit nicht nur die Kompetenz, sondern auch weiteren persönlichen Vorstellungen der Bewerber zu berücksichtigten!
In der PEAG PERSONALDEBATTE zum FRÜHSTÜCK diskutieren einmal im Monat je zwei Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Positionen und gegenwärtige Herausforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
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