General-Anzeiger: „General-Anzeiger“ Bonn: „Begrüßungsprämie ein PR-Gag“: Interview mit DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann

Der Bonner Wirtschaftswissenschaftler Klaus F.
Zimmermann hat die Idee von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle
(FDP), qualifizierte Zuwanderer durch eine Prämie nach Deutschland zu
locken, als „sommerlichen PR-Gag“ abgetan. In einem Interview des
„General-Azeigers“ Bonn sagte der Direktor des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin und des Bonner Instituts zur
Zukunft der Arbeit (IZA), Deutschland müsse „viel mehr unternehmen,
um die weltweit umworbenen Fachkräfte zu bekommen“. Schon jetzt
müssten die Unternehmen ausländischen Spezialisten „erhebliche
Lohnaufschläge“ zahlen.

In der Diskussion um höhere Hartz-IV-Sätze sagte Zimmermann, er
sehe „keinen Anlass für eine Erhöhung“. „Das
Verfassungsgerichtsurteil zu den Kinderleistungen gibt das nicht
her“, so Zimmermann. Dem Vorschlag von Arbeitsministerin Ursula von
der Leyen (CDU), Leistungen für Hartz-IV-Familien etwa für
Nachhilfestunden in Form von Gutscheinen zu gewähren, stimmte er zu.
Dadurch sei gewährleistet, dass „das Geld dort ankommt, wo es
hingehört“. Der DIW-Präsident rechnet außerdem mit einem weiteren
Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland. „Wenn es gelingt, die
Altersarbeitslosigkeit weiter zu senken, werden die
Arbeitslosenzahlen tatsächlich niedrig bleiben“, sagte er dem
„General-Anzeiger“. Die „Vollbeschäftigung mit Arbeitslosigkeit null“
werde aber „ein Ausnahmephänomen der Wirtschaftswunderzeit bleiben“.

(Wortlautauszüge des Interviews bei Quellennennung
„General-Anzeiger“ Bonn ohne Sperrfrist zur Verwendung frei)

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