Geldanlage: Dachfonds reduzieren Risiken

Geldanlage: Dachfonds reduzieren Risiken
Thorsten Mohr ist Geschäftsführer und Portfoliomanager bei Argentum Asset Management.
 

Natürlich, welcher Anleger freut sich nicht über positive Ergebnisse in der Vermögensverwaltung? Wer möchte nicht am liebsten jedes Jahr ein schönes Plus machen und damit vom Zinseszinseffekt profitieren oder auch Geld entnehmen, das am Kapitalmarkt verdient wurde? Es versteht sich von selbst, dass wohl kein Anleger diese Fragen mit „Nein“ beantworten würde. Aber es ist (leider!) auch genauso klar, dass die Welt nicht so einfach ist. Denn positive Ergebnisse gibt es an den Börsen nicht geschenkt – und daher kommt es vor allem darauf an, interessante Renditechancen mit nachhaltigem Risikomanagement zu verbinden, um zuerst das Vermögen auch in schwierigen Situationen bestmöglich zu erhalten.

Aber welche Finanzprodukte stehen dabei im Fokus? „Dachfonds bieten Anlegern den Zugang zu sehr breit gestreuten Investments, um sich über viele Branchen und Regionen hinweg zu engagieren und daher in ganz verschiedenen Marktphasen Renditechancen zu wahren. Das soll die langfristige Performance verbessern und vor allem auch das Risiko optimieren. Im Fokus stehen aktives Management ohne emotionale Scheuklappen und ein professioneller Selektionsprozess der Zielfonds“, sagt Thorsten Mohr, Geschäftsführer der Hamburger Investmentboutique Argentum Asset Management (www.argentum-gruppe.de). Das Unternehmen bietet die Dachfonds „Argentum Stabilitäts-Portfolio“ (WKN: A1C699 / ISIN: DE000A1C6992), „Argentum Performance Navigator“ (WKN: A0MY0T / ISIN: DE000A0MY0T1) und „Argentum Dynamic Future“ (WKN: A2P1XJ / ISIN: DE000A2P1XJ6) an.

Der Hintergrund dieses Ansatzes: „Durch die Investments in verschiedene Zielfonds kann der Fondsmanager des Dachfonds die einzelnen abzudeckenden Marktsegmente mit den jeweils attraktivsten Fonds belegen – idealerweise tagesaktuell mit Blick auf die jeweils gültigen Bedingungen des Umfelds, den Kennzahlen der Fonds und der Ausrichtung des Managements. Auf diese Weise kann praktisch jedes Rendite-Risikoprofil in einem diversifizierten und aktiv gemanagten Portfolio dargestellt werden“, sagt Thorsten Mohr.

Durch das aktive Management sei es auch möglich, im Rahmen der Strategic Asset Allocation übergeordnete Risiken für die einzelnen Anlageklassen, Themen und Regionen zu erkennen und diese bestmöglich untereinander in Einklang zu bringen. Genauso ließen sich innovative Investmentstrategien sehr gut miteinander kombinieren, beispielsweise Nachhaltigkeit, Technologie und Healthcare – Themen, die man sonst in einer Einzelstrategie kaum aggregiert finden könne. Selbst eine langfristig ausgerichtete Buy and Hold-Strategie könne mittels aktivem Dachfonds-Management optimiert werden, indem die Zielfonds kontinuierlich entlang der Benchmark ausgewertet werden. Auch wenn die übergeordnete Strategie auf dem Kaufen und Halten-Ansatz basiert, müsse bei der taktischen Allokation gegebenenfalls schnell reagiert werden.

Wie das Risikomanagement in den Argentum-Dachfonds funktioniert, zeigen beispielsweise die Zahlen des Dachfonds „Argentum Portfolio Navigator“. Thorsten Mohr erläutert dies anhand des globalen Vergleichsindex MSCI World, der die 1600 größten Werte der Welt versammelt: „Wir verstehen es nicht als unseren Auftrag, gegen den MSCI World anzutreten. Unser Ziel ist es, über zehn Jahre hinweg eine durchschnittliche Wertentwicklung von mindestens fünf Prozent jährlich zu erzielen. In den 15 Jahren seit der Auflage haben wir dieses Anlageziel auch erreicht und liegen seit November 2007 bei mehr als 76 Prozent Performance. Im Jahr der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 haben wir sechs Prozent verloren, als der Markt 40 Prozent nach unten korrigiert hat, während wir im ersten Covid-Jahr 2020 um fast 30 Prozent zugelegt haben. Der MSCI World hatte nur zwei Prozent gewonnen. Das zeigt, dass unser Ansatz trägt.“

Dachfonds könnten somit, mit einer passenden Struktur, das Risikomanagement in der Geldanlage unterstützen und dafür sorgen, dass in kritischen Zeiten das Vermögen durch eine aktive Steuerung und Streuung abgesichert werde. Sie eröffnen laut Thorsten Mohr für Anleger die Möglichkeit, sich mit einem Investment den Zugang zu mehreren Anlagekonzepten zu verschaffen, um auf diese Weise die eigene Diversifikation voranzutreiben, ohne sich dabei vom Prinzip Hoffnung leiten lassen zu müssen.