
Mama und Papa surfen, chatten, twittern, checken auch unterwegs ihre E-Mails oder machen Fotos. Kein Kind wächst heutzutage mehr in einer Lebenswelt ohne digitale Medien auf und dennoch gibt es eine Kontroverse, ob Digicam und Tablets tatsächlich in den Kindergartenalltag gehören oder nicht?
In der Berliner Klax Kita „Regenbogenhaus“ ist die Antwort längst gefunden: „Kinder haben ein Recht darauf, sich mit digitalen Medien auseinanderzusetzen und es ist unsere Aufgabe, sie dabei durch unsere pädagogische Arbeit zu begleiten“, erklärt Antje Bostelmann, Gründerin des Bildungsträgers Klax und digitale Kindergarten-Pionierin.
Bostelmann geht es dabei nicht um die Technik selbst, sondern vielmehr um den kompetenten Umgang mit Information. Sie ist überzeugt, dass die Nutzung digitaler Medien bereits im Kindergarten förderlich ist für die Sprachentwicklung, die soziale Integration, den Erwerb technischer Anwendungskompetenz und die Stärkung der Selbsteinschätzung: „Bereits Vierjährige sind mit den neuen Medien in der Lage, eigene Fotobücher, Filme und Geschichten zu entwickeln.“
Kinder dürfen dabei nicht zu passiven Konsumenten gemacht werden, denn fehlende mediale Umgangskompetenz ist gefährlich und macht manipulierbar. „Es sind große Irrtümer, wenn Erwachsene einerseits meinen, dass die Nutzung digitaler Medien Kinder verdummen lässt oder andererseits davon ausgehen, dass Kinder wie von selbst mit Technik und Internet umgehen können“, sagt Antje Bostelmann.
„Information Literacy“ heißt das Konzept, das für Bostelmann Bestandteil ihres pädagogischen Tuns ist, und mit dem sie sich auch in ihrem kürzlich erschienen Buch „Digital Genial – erste Schritte mit neuen Medien im Kindergarten“ ausführlich auseinandersetzt. Hier liefert sie praxisnahe Anwendungsbeispiele zur Einbindung digitaler Medien in die pädagogische Arbeit und ermutigt Pädagogen, sich den neuen Medien zu öffnen. Denn sie hat längst erkannt, dass weder Verbote, noch das Vertrauen auf die Selbstentdeckung der Technik durch die Kinder sinnvoll ist. Bostelmann weiß: „Wir sind gefragt, den Kindern so früh wie nur möglich die notwendige Kompetenz zu vermitteln, Informationen zu beschaffen, mit Informationen richtig umzugehen und für andere bereitzustellen.“
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