„Sie haben uns gezwungen, uns auf den Boden zu
legen. Dann haben sie unsere Köpfe mit ihren Füssen auf den Boden
gedrückt. Sie haben uns pausenlos geschlagen“, Kareem und Hussam
waren auf dem Weg zu einem Restaurant als sie von der US Armee
angehalten wurden. Einer von vielen Ãœbergriffen auf Zivilisten in den
Jahren nach dem Einmarsch von US Truppen im Irak.
Folter, Misshandlungen mit Todesfolge, Anschläge auf Kinder – was
spielte sich wirklich unter der US-Besatzung im Irak ab? Die
Internetplattform WikiLeaks hat nach eigenen Angaben Zugriff auf rund
400 000 geheime Dokumente des US-Militärs. Diese Berichte
dokumentieren Operationen der amerikanischen Truppen in den Jahren
2004 bis 2009 im Irak.
Die Dokumentation „Geheimakte Irak – Die wahre Geschichte des
Krieges“ (Montag, 25. Oktober 2010, 23.30 Uhr, Mittwoch, 27. Oktober
2010, 21.00 Uhr im ZDFinfokanal) nimmt die Zahlen und Fakten der
Geheimdokumente als Grundlage, um die wahre Situation im Irak während
der Besatzung der Amerikaner und ihrer Alliierten zu schildern. Die
erschreckende Bilanz, die mit Hilfe der geheimen Akten gezogen werden
kann: 109 000 Tote, davon 66 000 Zivilisten, zahlreiche Fälle von
Folter und Misshandlungen – auch nachdem die Missbrauchsfälle von Abu
Ghraib publik wurden. Die Dokumente zeigen: Der Einsatz der
US-Truppen im Irak hatte eine verheerende Wirkung. Ein ganzes Land
zerstört – durch Gewalt und Terror, Mord und Anarchie, Korruption und
Fehlentscheidungen.
Die Autoren der Reportage, Paul Woolich und Iain Overton (deutsche
Bearbeitung: Michael Renz) sprachen mit Menschen, die Opfer der
Gewalt wurden. Die Geschichten hinter den nackten Zahlen sind
erschütternde Zeugnisse darüber, was der Einmarsch westlicher Truppen
im Irak angerichtet hat.
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