Schweinfurt im Juni 2017. Ob nach einer beruflichen Weiterentwicklung oder guten Leistungen wie einem positiven Projektabschluss – Menschen wünschen sich für ihre Erfolge im Berufsleben Anerkennung. Dies äußert sich häufig in dem Wunsch nach einer Gehaltserhöhung. Geld allein macht zwar nicht glücklich, aber dennoch vereinfacht finanzielle Unabhängigkeit das Leben und beruhigt ungemein. „Um das gewünschte Ziel einer Gehaltserhöhung zu erreichen, sollten sich Mitarbeiter auf ein Gespräch mit Vorgesetzten gut vorbereiten und einige Punkte, wie den geeigneten Zeitpunkt, beachten“, weiß Jürgen Höller, Europas führender Erfolgs- und Motivations-Experte. Er gibt fünf wertvolle Tipps, wie sich Gehaltsverhandlungen erfolgreich gestalten lassen:
1. Richtige Gründe wählen
„Plausible Gründe helfen, um das Ziel einer Gehaltserhöhung auch zu erreichen. Dabei sollte das Augenmerk auf der gebrachten Leistung liegen. Übertroffene Umsatzziele, mehr Personalverantwortung oder die Erweiterung von Aufgabenbereichen bieten gute Ansatzmöglichkeiten für eine Gehaltserhöhung und lassen den Vorgesetzten den Wert des Mitarbeiters erkennen. Private Argumente wie ein Hauskauf gehören hingegen nicht in diese Gespräche.“
2. Geeigneten Zeitpunkt finden
„Der richtige Zeitpunkt kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Bei unangekündigten Gesprächen, beispielsweise auf dem Flur, besteht die Gefahr, dass der Vorgesetzte keine Zeit hat und den Mitarbeiter abweist. Auch wirtschaftlich ungünstige Zeiten des Unternehmens bieten eine schlechte Gelegenheit, um das Thema anzusprechen. Vorher vereinbarte Vieraugengespräche oder regelmäßig stattfindende Mitarbeiter-gespräche bieten den richtigen Rahmen.“
3. Souveränes Auftreten
„Selbstvermarktung ist wichtig, dazu gehört auch die richtige Haltung. Eine offene Körperhaltung und locker auf dem Schoß gefaltete Hände unterstreichen ein gesundes Selbstbewusstsein. Ständige Berührungen an Gesicht und Hals deuten viele als Zeichen von Anspannung. In Gehaltsverhandlungen sollten Mitarbeiter jedoch souverän und sicher wirken. Übertreibungen in Auftreten und Argumentation nimmt der Vorgesetzte vermutlich nicht ernst.“
4. Konkretes Gehaltsziel nennen
„Zur Vorbereitung auf Gehaltsgespräche gehört die Festlegung eines konkreten Gehaltswunsches, denn Vorgesetzte fordern ihre Mitarbeiter dazu auf, eine Zahl zu nennen. Diese sollte realistisch sein. Vergleiche von Branchengehältern sowie die Analyse der Unternehmenslage und Firmengröße helfen dabei. Beispielsweise kleine Unternehmen sind in der Regel nicht in der Lage, so hohe Gehälter wie Konzerne zu zahlen.“
5. Kompromisse finden
„Verhandlungspartner unterbreiten in Gehaltsgesprächen in der Regel Gegenvorschläge. Klingt die Argumentation dafür plausibel, sollten Mitarbeiter mit ihrem Gegenüber versuchen einen Kompromiss zu finden. Auch zusätzliche Leistungen wie die Beteiligung des Arbeitgebers an Lebensversicherungen oder Fortbildungsmaßnahmen, die Karrierechancen steigern, bieten gute Alternativen und lassen sich in diesen Verhandlungen ansprechen.“