Luftfahrtexperte Klophaus: 18 000
Arbeitsplätze sind gefährdet Air-Berlin Chef Hunold: „Dieses Ding
muss vom Tisch“ Verkehrsminister Ramsauer warnt vor nationalem
Alleingang
19. Juli 2010. Der Gesetzesentwurf des Finanzministeriums zur
neuen Luftverkehrsabgabe wird gerade heftig diskutiert. Der Bund
verspricht sich Einnahmen von bis zu einer Milliarde Euro. Geplant
sind 13 Euro für Kurzstrecken und 26 Euro für Strecken ab 2500
Kilometer. Umsteige- und Frachtverkehr sind jedoch ausgenommen.
„Dieses Ding muss vom Tisch“, fordert Air-Berlin Chef Joachim Hunold.
Auch Luftverkehrsverbände und Politiker kritisieren die einseitige
Belastung der Passagiere und befürchten, dass 4,5 bis sechs Millionen
Passagiere ins benachbarte Ausland abwandern werden. Dies könne dann
zu einem Verlustgeschäft für den Bund werden. Das Verkehrsministerium
will zudem einen nationalen Alleingang verhindern und wirbt für ein
möglichst einheitliches Vorgehen in Europa.(FTD 16.7.2010,
Handelsblatt 19.7.2010)
Die 5. Deutschen Luftfahrttage (2. und 3. November 2010,
Stuttgart) stehen in diesem Jahr entsprechend der aktuellen
Entwicklung unter dem Motto „Luftverkehr und Wirtschaftspolitik –
zwei Seiten einer Medaille. Luftfahrtexperte Professor Dr. Richard
Klophaus (Fachhochschule Worms) wird ausführlich auf die Auswirkungen
einer Luftverkehrssteuer eingehen. Klophaus rechnet bei Einführung
der Abgabe mit einem Wegfall von bis zu 18 000 Arbeitsplätzen und
sieht durch die negativen ökonomischen Wirkungen der Steuer eine
zusätzliche Belastung der öffentlichen Haushalte von 735 Millionen
Euro.(FTD 16.7.2010)
Neben Klophaus treffen sich die verkehrspolitischen Sprecher der
Parteien auf den 5. Deutschen Luftfahrttagen, um ihre
Luftfahrtkonzepte vorzustellen. Das Konzept der Bundesregierung wird
Staatssekretär Professor Klaus-Dieter Scheurle (Bundesministerium für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Berlin) erläutern. Vertreter von
Fluggesellschaften wie Air Berlin, TUIfly, Finnair sowie
Geschäftsführer großer deutscher Flughäfen sprechen über die
Auswirkungen der politischen Regulierung auf ihre Branche.
Weitere Themen des Branchentreffs sind die Luftverkehrspolitik in
der EU, Luftverkehr und Schiene in der Konkurrenz, Fracht und
Wirtschaftsentwicklung sowie Tourismus als Wachstumsfaktor. Das
Programm ist im Internet abrufbar unter http://bit.ly/PM1907
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