Zwar ist das Gehirn selbstverständlich kein Muskel, ähnlich wie die kann man es aber trainieren – und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Das Gehirn und all seine Neuronen regelmäßig herauszufordern, verbessert dessen Leistung nicht nur im Hier und Jetzt, sondern auch perspektivisch beim Älterwerden. Möglichkeiten dafür gibt es reichlich.
Das Gehirn spielerisch fordern
Weil der Alltag oftmals schon fordernd und stressig genug ist, muss sich beim eigenen Gedächtnis- und Gehirntraining niemand zwangsläufig wie in die Schule zurückversetzt fühlen. Lernen sollte, vor allem wenn man es freiwillig macht, nämlich allen voran Spaß machen – das gewährleistet zugleich Kontinuität, man selbst also langfristig am Ball bleibt.
Kreuzworträtsel bilden das Allgemeinwissen und schulen die Rechtschreibung. Seiten wie beispielsweise Solitaire.ch trainieren logisches Denken mit einem der beliebtesten Kartenspiele der Welt und wer gern knobelt, kann sich auch täglich ein kleines oder großes Sudoku vornehmen. Die spielerische Komponente wirkt motivationssteigernd, zudem sind solche Spiele ein exzellenter Zeitvertreib. Kleine Pausen oder große Freiräume im Kalender lassen sich damit gleichermaßen füllen – und das Gehirn profitiert allemal davon.
Tipp: Als besonders wirksam gelten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Herausforderungen: Indem man das eigene Gehirn immer wieder vor unbekannte Herausforderungen stellt oder es in unbekannte Situationen „wirft“, entsteht eine besonders starke Stimulation – wodurch sich auch der Lern- und Trainingseffekt verbessern.
Sogar Hobbys können die Gehirnleistung verbessern
Lebenslanges Lernen soll und muss Spaß machen – aber was einem selbst Freude bereitet, das weiß man häufig erst dann, wenn man es ausprobiert hat. Lohnenswert ist das allemal: Wie auch das deutsche NDR weiß, reduziert lebenslanges Lernen das Risiko für Alzheimer-Erkrankungen. Sogar bereits an Demenz erkrankte Menschen können die eigene mentale Degeneration verlangsamen, indem sie ihr Gehirn immer wieder auf die Probe stellen – und so zugleich die Notwendigkeit einer benötigten Seniorenassistenz im Alter reduzieren oder weiter nach hinten verschieben.
Das gelingt sogar, indem man sich einfach häufiger seinen bekannten Hobbys widmet oder neue Freizeitbeschäftigungen ausprobiert. Selbst im hohen Alter kann man sich noch neue Hobbys suchen, um Freundschaften zu knüpfen oder sich selbst den Alltag abwechslungsreicher zu gestalten. Denn selbst im Alter ist das Gehirn noch in der Lage neue, gesunde Nervenzellen zu produzieren und weitere Fähigkeiten zu erlernen.
Empfehlenswert sind vor allem solche Hobbys, die mehrere Teile des Gehirns zeitgleich ansprechen. Tanzen beispielsweise spricht den Seh- und Hörsinn ebenso an, wie es die Koordination des eigenen Körpers und seiner Bewegungen voraussetzt – und parallel dazu muss man sich beim Lernen auch noch die einzelnen Tanzschritte einprägen und sich an die erinnern. Fremdsprachen zu erlernen oder bereits erlernte Sprachen zu sprechen stellt das Gehirn ebenso vor Herausforderungen, wie das Erlernen und Spielen eines Musikinstruments.
Schon gewusst? Besonders positiv reagiert unser Gehirn, wenn wir das Erlebte ebenfalls selbst als positiv empfinden. Dann werden im Gehirn weitere Botenstoffe ausgeschüttet, die in der Folge dessen Lernfähigkeit verbessern. Deshalb sollten Lernen und Gedächtnistraining immer auch Freude bereiten – so vergeht nicht nur die Zeit wie im Flug, der Effekt gegenüber dem Gehirn ist zudem weitaus größer.
Gedächtnistraining kann alles sein – und sollte deshalb nie als langweilig empfunden werden!
Reisen schult das Gehirn genauso wie regelmäßige sportliche Aktivität, soziales Miteinander, Knobel- und Kartenspiele oder das Erlernen einer neuen Fremdsprache. Das ist auch gut so: Denn damit ist beim Gedächtnistraining immer für Spaß und Abwechslung gesorgt.