Zuerst aber ein bißchen Geschichte: 2017 hat Google den Prozess gegen EU-Kommission wegen unlauteren Wettbewerbs verloren und?war gezwungen, es allen Preisvergleichsportalen zu erlauben, die Produktanzeigen auf allgemeinen Suchergebnissen zu platzieren. Preisvergleichsportale nennt man auch CSS (vom Comparison Shopping Service (wie man Preisvergleichsportale in der Englischen Sprache nennt)).
Was bedeutet das? Und wie sieht es aus?
Das bedeutet, dass wenn ich ein Betreiber von einem Preisvergleichsportal (CSS) bin, kann ich auch selbst Produktanzeigen schalten. Ich brauche keine Google Shopping.
Ãœbrigens: Google Shopping ist auch ein Preisvergleichsportal (CSS)
Was verändert sich bei den Anzeigen?
unten auf der Anzeige steht mein Name?(ist es nicht prima? 🙂 umso mehr, dass Klicks auf diesen ?Von?MeinName? kostenlos sind)
eine Google Shopping-Marge wird vom CPC nicht mehr abgezogen?(wenn man die Produktanzeigen (PLAs) mithilfe von Google Shopping schaltet, gehen nur rund 80 Prozent vom Gebot in die Auktion, 20 Prozent vom CPC bekommt Google Shopping Europe als Profit)
Das sind alle nur gute Änderungen und Vorteile, nicht wahr?!..
Kann man Produkte für mehrere Preisvergleichsportale gleichzeitig einreichen?
Ja, kein Problem. Man kann sich sogar vom guten alten Google Shopping nicht verabschieden, wenn man möchte: also die Produktanzeigen mithilfe von Google Shopping und mithilfe von anderen Preisvergleichsportalen schalten. Die Anzeigen für dasselbe Angebot werden nicht wiederholt.
?Wenn also zwei Preisvergleichsportale im Namen desselben Händlers Gebote abgeben, wird das erfolgreiche Gebot und der Preis, der von dem erfolgreichen Preisvergleichsportal gezahlt wird, so behandelt, als wären diese Gebote von ein und demselben Preisvergleichsportal platziert worden?, so Google Merchant Center-Hilfe
Was verändert sich im Google Ads Management?
Nichts?außer Merchant ID: jedes Preisvergleichsportal (CSS) hat ein eigenes Mehrfachkundenkonto im Merchant Center.
Wie werde ich zu einem Betreiber eines Preisvergleichsportals (CSS)?
ich kann ein Preisvergleichsportal (CSS) selbst entwickeln und mit Google registrieren (falls ich die entsprechenden Kenntnisse im Bereich ?Entwicklung? habe, ist diese Variante am günstigsten)
ich kann die Entwickler einstellen und, wenn sie ein CSS für mich erstellen, kann ich es bei Google einreichen
ich kann ein White Label CSS (ein White Label Preisvergleichsportal) als SaaS lancieren und eine kleine monatliche Gebühr dafür bezahlen (diese Variante ist am schnellsten)
Die Variante, die man bevorzugt, liegt an jedem Händler oder jeder Marketingagentur. Aber es lohnt sich, zu einem CSS-Betreiber zu werden auf jeden Fall!
Ach, fast vergessen:?wenn ich ein Betreiber von einem Preisvergleichsportal (CSS) bin, dann kann ich auch verdienen. CSS-Partner verdienen doch ganz gut, stimmt das?
NB?Google CSS-Programm ist nur im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz gültig