„Die Mitglieder der Europäischen Metropolregion München e.V. wenden sich mit aller Entschiedenheit gegen politische Parteien, Organisationen und Gruppierungen, die mit der Menschenwürde und dem Gleichheitsprinzip des Grundgesetzes unvereinbare Grundsätze propagieren.“ – dieser Satz leitet die vom Vorstand der EMM verabschiedete und von den Mitgliedern des Vereins getragene Resolution ein. Die Unterzeichner, Akteure des Vereins EMM aus öffent¬lichen Institutio¬nen, Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft, übernehmen mit ihrem Bekenntnis Verantwortung im Kampf gegen Rassismus in der Metropolregion München und verpflichten sich auf die in der Resolution festgehaltenen Handlungsgrundsätze. Diese beinhalten die Übernahme politischer Verantwortung gegenüber ausländerfeindlicher Stimmungsmache, die Unterstützung von Vorbeugungs- und Aufklärungsmaßnahmen, die Stärkung lokaler Initiativen und des zivilgesellschaftlichen Engagements von unten sowie die Gestaltung aktiver Integrationspolitik als zentrales Mittel zur Vorbeugung gegen rassistische Hetze.
Auf den Weg gebracht wurde die Resolution von der Arbeitsgruppe Wirtschaft der Metropolregion München. Kurt Kapp, einer der Träger der Arbeitsgruppe und stellvertretender Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, fasste in Bad Tölz das Anliegen der EMM-Mitglieder zusammen: „Die Metropolregion München ist bekannt für ihre Herzlichkeit, Toleranz und Gastfreundschaft. Das ist nicht nur gesellschaftspolitischer Konsens, sondern auch ein international anerkannter Standortvorteil. Wir wenden uns deshalb mit aller Entschiedenheit gegen jede fremdenfeindliche oder diskriminierende Propaganda. Mit großer Zustimmung haben die EMM-Mitglieder heute die Resolution „Für Toleranz, Demokratie und Menschenrechte“ unterzeichnet.“
Konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden auf die Verabschiedung der Resolution folgen: In Zusammenarbeit mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung soll in verschiedenen Landkreisen die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern: Demokratie stärken – Rechtsradikalismus bekämpfen“ gezeigt werden. Zudem sollen Gastwirte unterstützt werden, die sich insbesondere in ländlichen Regionen Mietanfragen rechtsextremer Veranstalter gegenüber sehen.
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