Aktuell heisst es jeden Freitag in vielen europäischen Städten „Fridays for Future“.
Die Bewegung rund um Greta Thunberg besteht hauptsächlich aus Schülern, die auf den Klimawandel aufmerksam machen wollen und die Botschaft senden, dass dieser sich zu einer ernsthaften Bedrohung für die Menschheit entwickelt. Eine grundsätzlich sinnvolle Sache. Doch was sagen Unternehmer dazu?
Wir haben eine Auswahl sich dazu freiwillig dazu bereit erklärter Unternehmer befragt und dies zusammen gefasst:
Margit Schneider, Geschäftsfrau aus Hamburg findet es grundsätzlich gut, dass Schüler für den Klimaschutz demonstrieren. „Sie sind diejenigen, die in der Welt leben müssen, die ältere Generationen hinterlassen“.
Thorsten Eidenmüller, Rechtsanwalt aus Frankfurt, sieht es ähnlich. „Das Projekt Fridays for Future steht für eine gute Sache. Es ist in der Lage, insbesondere in den Familien eine Diskussion rund um das Thema Klima- und Umweltschutz zu entfachen und zum Umdenken zu bewegen. Ob das Projekt jedoch einen regelmäßigen Schulausfall rechtfertigt, sehe ich differenziert“, so Thorsten Eidenmüller.
Arno Fries, Unternehmer aus Nordrhein Westfalen dagegen findet, dass die Demonstrationen Gefahr laufen, ausgenutzt zu werden. „So wichtig der Umweltschutz ist, keine Frage, so wichtig ist es auch, dass die Schüler die Schule dafür nicht ausfallen lassen. Mit Sicherheit ist es für viele Schüler eine Einladung für schulfrei und weniger die Motivation,. sich um die Umwelt Sorgen zu machen“.
Jennifer Maier, selbständige Unternehmerin aus München sieht es ähnlich. „Für den Klimaschutz zu demonstrieren ist positiv. Es muss aber auch ernst gemeint sein. Wenn ich mich von den Eltern um sechszylindrigen SUV zur Demo fahren und holen lasse, dann könnte man das anzweifeln“, so Jennifer Maier.
Insgesamt ist die Meinung der insgesamt befragten Unternehmer zu einem großen Teil eindeutig positiv. Auch die Initiative Entrepreneurs for Future bekennen sich auf ihrer Internetseite zum Pariser Klimaschutzabkommen und stellen acht Forderungen für den Klimaschutz heraus. 1805 Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Stellungnahme der Entrepreneurs for Future bereits unterzeichnet (Stand 23.06.2019).
Die Bewegung „Fridays for Future“ ist also zweifellos auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
(LeSto 23.06.2019- FFM)