Fraunhofer MOEZ stellt Interimsreport bei der Europäischen Kommission in Brüssel vor

Leipzig, 07.07.2011 – Das Fraunhofer MOEZ legt am 8. Juli 2011 für das Projekt „Creating a financial market for Intellectual Property Rights (IPR) in Europe“ (Finanzmarkt für Rechte an geistigem Eigentum) in Brüssel seinen Interimsreport vor. Im Auftrag der Europäischen Kommission untersucht das Fraunhofer MOEZ gemeinsam mit dem Institut für Technologiemanagement der Universität St. Gallen die Chancen und Risiken bei der Schaffung eines europäischen Finanzmarkts für geistiges Eigentum, insbesondere Patente.

Der Interimsreport umfasst eine Analyse der Ausgangslage, also der bestehenden Rahmenbedingungen für den Handel mit Patenten, sowie ein Marktkonzept. Konkrete Maßnahmen für die Umsetzung dieses Konzeptes werden in dem Projekt in einem nächsten Schritt erarbeitet. Zudem sollen die Risiken der Etablierung evaluiert werden.

Auswirkungen eines solchen Marktes können u.a. die stärkere Nutzung von universitärem Know-how bei der Entwicklung von Innovationen, die Schaffung einer zusätzlichen Liquiditätsquelle für Unternehmen sowie eine effektivere Arbeitsteilung durch Trennung von Entwicklung und Kommerzialisierung. Insgesamt sollen mehr Innovationen als bisher auf den Markt kommen – auch wegen ihrer positiven Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum. Der Wert der in Deutschland entwickelten Patente beträgt nach einer Schätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft bereits jetzt 32 Milliarden Euro.