Frauen führen nicht nur anders als ihre männlichen Kollegen. Frauen bedürfen auch einer anderen Förderung, um sie für die Ãœbernahme von Führungsaufgaben zu begeistern und zu befähigen. „Das traue ich mir nicht zu“. „Das ist mir eine zu große Verantwortung“. „Mir fehlt dazu das notwendige Durchsetzungsvermögen“. „Und was, wenn es schief geht?“ Diese und ähnliche Fragen und Einschätzungen gehen Frauen durch den Kopf, wenn sie sich vor die Entscheidung für oder gegen eine Leitungsposition gestellt sehen. Die Herausforderungen lassen sich in drei Ws zusammenfassen: Wollen, Wagen, Wehren. Ãœbersetzt heißt das: Will ich überhaupt andere Menschen führen, bin ich dazu bereit, mich für dieses Ziel aus meiner Komfortzone heraus zu wagen und bin ich fähig, mich zu wehren, das heißt, mich gegen Mitarbeiter, Kollegen, Vorgesetzte durchzusetzen wenn es darauf ankommt? Rollenspiele geben nur bedingt Antworten auf diese Fragen. Ein eindeutigeres Feedback erhalten potenzielle weibliche Führungskräfte von Pferden, die als „tierische Coaches“ in Seminaren eingesetzt werden. Pferde? Die Antwort ist ein eindeutiges „Ja“. Der Grund: Pferde realisieren sehr schnell, ob jemand tatsächlich führen will – für sie die erste Voraussetzung, um einen Menschen als „Leitstute“ in Erwägung zu ziehen. Und: Eine Führungskraft muss, ob sie will oder nicht, hin und wieder die eigene Komfortzone verlassen, sich neuen Situationen aussetzen, Risiken eingehen. Ein Workshop mit Pferden stellt ein solches, wenn auch klar definiertes, „Wagnis“ dar: Wie gehe ich mit dieser Herausforderung um? Und das dritte „W“? Pferde sind Fluchttiere. Sie verlangen von ihren „Herdenchefinnen“ Schutz und Sicherheit, klare Regeln und Grenzen, mentale Präsenz und natürlicher Autorität. Gelingt es beim Pferd Vertrauen und Respekt gleichermaßen aufzubauen, folgt es freiwillig, ohne äußere Hilfsmittel dem Menschen durch einen aufgebauten Geschicklichkeits-Parcours? Die Aufgabe des Trainers bei diesem Konzept besteht darin, dass, was die Pferde den Teilnehmerinnen solcher Seminare „flüstern“, zu dolmetschen und den beruflich-persönlichen Transfer herzustellen. Karin Walz, Trainerin & Coach in Ãœberlingen, arbeitet an verschiedenen Standorten seit zehn Jahren erfolgreich in diesem Bereich und ist von dem Konzept aufgrund der erzielten Erfolge überzeugt. Walz ist eine von inzwischen vielen professionellen Anbietern, sie sich in der European Association for Horse Assisted Education (EAHAE) zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Was sie speziell an den pferdegestützten Workshops für (potenzielle) weibliche Führungskräfte schätzt: „Die Frauen können nach dieser Erfahrung eine klare Entscheidung treffen – mit Herz, Bauch und Verstand“.
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