fluidOps und HPI schließen strategische Partnerschaft

fluidOps und HPI schließen strategische Partnerschaft

WALLDORF – Das –Semantic Web– ist inzwischen nicht mehr eine Vision der Zukunft. Die Idee Informationen im World Wide Web so zu präsentieren, dass Computer sie intelligent verarbeiten und Zusammenhänge erkennen können, wird bereits heute umgesetzt. Das komplette Einsatzgebiet semantischer Technologien lässt sich momentan jedoch nur erahnen. Weitere Forschungsarbeit ist notwendig, um das volle Potential dieses Forschungsgebietes ausschöpfen zu können.

Vor diesem Hintergrund gaben die fluid Operations AG (fluidOps) und das Hasso-Plattner-Institut (HPI) heute den Beginn einer langfristigen Kooperation bekannt. Dr. Peter Haase, Leiter der Forschungsaktivitäten bei fluid Operations, betont den Stellenwert dieser Partnerschaft: „Die Zusammenarbeit zwischen fluid Operations und dem HPI kündigt maßgebliche neue Entwicklungen im Bereich semantischer Webtechnologien an. Die gemeinsame Forschung verspricht interessante Ergebnisse für die Anwendung auf tatsächliche industrielle Problemstellungen und Anforderungen.“

Die Arbeit an gemeinsamen Projekten ist bereits in vollem Gange. So entwickelten Studenten der Universität Potsdam mit dem Projekt GovWILD ein Analyseverfahren, mit dem über frei verfügbare Daten im Internet Verbindungen zwischen Politikern und Unternehmen aufgespürt werden können, wofür sie im Oktober 2010 mit dem Scalable Data Analytics for a Smarter Planet Innovation Award von IBM ausgezeichnet wurden. Basis der Weiterentwicklung dieser Lösung ist nun die Information Workbench von fluid Operations als Plattform für die Entwicklung von Anwendungen basierend auf Linked Open Data.

Die Information Workbench ermöglicht es große Datenbestände zu verwalten, unabhängig davon ob diese Daten in strukturierter oder unstrukturierter Form vorliegen. Benutzer können Daten verändern oder neu erzeugen, relevante Informationen sinnvoll aufbereiten und den Datenbestand explorieren. Besonders die spezielle Visualisierung der Informationen und die Unterstützung für verschiedene Arten der Suche sind einzigartig in diesem Bereich. Über ein Provider- und Widget-Framework ist die Plattform vom Backend bis zur Benutzeroberfläche flexibel erweiterbar, so dass problem- und domänenspezifische Anwendungen sehr einfach realisiert werden können.

„Der Austausch und die Integration semantisch relevanter Information ist in der heutigen hochdynamischen und komplexen Welt ein drängendes Problem. Dabei liegt die Hauptmotivation der Informationsintegration in einer möglichst umfassenden, also vollständigen Sicht der Welt“, Felix Naumann, HPI.

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft werden fluid Operations und HPI unter anderem Studentenpraktika und Masterarbeiten zu aktuellen Themen aus dem Bereich Semantic Technologies anbieten, die sie bei ihren Forschungsprojekten unterstützen.