Finanzielle Intelligenz: Das lernt man (leider) nicht in der Schule

Finanzielle Intelligenz ist der Schlüssel zu einem sicheren Leben, doch vielen Deutschen fehlt dieses Wissen. Laut Statista verfügen rund 40 % der Deutschen über kein ausreichendes finanzielles Polster, während etwa 30 % ihrer Ersparnisse auf Sparbüchern ungenutzt lassen. Jugendliche leiden besonders unter fehlender Bildung in diesem Bereich. Studien zeigen, dass fast 60 % nicht wissen, wie sie mit Geld richtig umgehen sollen. Ein Schulfach „finanzielle Intelligenz“ könnte ihnen Sparstrategien, Vermögensaufbau und den Umgang mit Schulden beibringen. Doch nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene können bei diesem Thema noch einiges dazu lernen.

Falsches Sparen: Taschengeld, das nicht arbeitet

Laut der Taschengeldtabelle 2024 erhalten Kinder in Deutschland je nach Alter zwischen 1 und 2 Euro pro Woche für 4- bis 5-Jährige und bis zu 80 Euro monatlich für 18-Jährige. Im Jahr 2015 betrug das durchschnittliche monatliche Taschengeld 26,35 Euro, was einen Anstieg von 3,73 Euro gegenüber zehn Jahren zuvor darstellt. Zusätzlich erhalten Kinder zu besonderen Anlässen wie Weihnachten durchschnittlich 80 Euro, zum Geburtstag 64 Euro und zu Ostern 25 Euro. Diese Summen summieren sich im Laufe der Jahre zu beträchtlichen Beträgen. Dennoch bleibt dieses Geld oft ungenutzt auf Konten mit minimalen Zinsen liegen oder wird für kurzfristige Konsumgüter ausgegeben, anstatt langfristig investiert zu werden.

Finanzexperten raten zu einer bewussteren Nutzung von Geld. Ungetragene Ketten oder alte Ohrringe können verkauft und der Erlös sinnvoll angelegt werden. Der Goldankauf München bietet eine Möglichkeit, solche Schmuckstücke in liquide Mittel umzuwandeln. Ein Beispiel zeigt das Potenzial: Ein Goldring im Wert von 300 Euro, angelegt in einen ETF mit einer jährlichen Rendite von 6 %, könnte über 20 Jahre auf über 1.000 Euro anwachsen. Diese Strategie bringt langfristig mehr Wert als ein Schmuckstück, das im Schrank verstaubt.

Warum Schuldenmanagement schon früh gelehrt werden sollte

Schuldenmanagement ist ein zentraler Bestandteil finanzieller Intelligenz. Viele Jugendliche geraten bereits in jungen Jahren in Schuldenfallen. Laut einer Studie der Bundesbank haben 28 % der 18- bis 25-Jährigen mindestens eine offene Verbindlichkeit. Häufig entstehen diese Schulden durch Konsumkredite, teure Handyverträge oder ungünstige Ratenkäufe. Diese finanzielle Belastung kann schnell zu einem Problem werden, wenn unerwartete Ausgaben hinzukommen. Experten empfehlen, höchstens 20 % des verfügbaren Einkommens für Kreditzahlungen zu verwenden, um finanziellen Spielraum zu behalten.

Das Potenzial von Nebenjobs und Zusatzverdienst

Nebenjobs sind eine hervorragende Möglichkeit, finanzielle Engpässe zu überwinden und Rücklagen zu bilden. Viele Jugendliche nutzen Ferienjobs, um erste Erfahrungen zu sammeln und ihr Einkommen zu erhöhen. Laut einer Studie von StepStone verdienen Studenten in Deutschland im Schnitt 12,50 Euro pro Stunde in Nebenjobs. Dieses zusätzliche Geld wird jedoch häufig vollständig für Konsum ausgegeben, anstatt in langfristige Anlagen zu fließen.

Mit einer finanziellen Grundbildung könnten junge Menschen ihre Zusatzeinkünfte effektiver nutzen. Wer 100 Euro monatlich in einen ETF investiert, erzielt bei einer durchschnittlichen Rendite von 6 % über 20 Jahre ein Vermögen von knapp 50.000 Euro. Diese Summe könnte für eine spätere Selbstständigkeit oder den Immobilienkauf genutzt werden.

Geld richtig anlegen: Die Macht des Zinseszinses

Das Prinzip des Zinseszinses ist eine der wichtigsten Grundlagen der finanziellen Intelligenz. Dennoch wissen viele Deutsche nicht, wie es funktioniert. Albert Einstein bezeichnete den Zinseszins als das „achte Weltwunder“, weil er selbst kleine Beträge über die Zeit in große Summen verwandeln kann. Wer 100 Euro monatlich in einen Sparplan investiert und dabei eine Rendite von 5 % erzielt, hat nach 30 Jahren fast 83.000 Euro angespart.

Viele legen ihr Geld jedoch auf Konten mit minimalen Zinsen. Laut einer Umfrage des Bankenverbands halten rund 50 % der Deutschen ihre Ersparnisse auf Sparbüchern, die kaum Rendite bringen. Diese Entscheidung führt dazu, dass das Geld durch Inflation an Wert verliert.

Altersvorsorge: Jetzt handeln statt später bereuen

Die Altersvorsorge ist ein weiterer Bereich, in dem finanzielle Intelligenz dringend benötigt wird. Laut einer Studie der Allianz rechnen 46 % der Deutschen nicht mit einer ausreichenden Rente, sparen jedoch nicht aktiv für den Ruhestand. Viele beginnen erst im Alter von 40 Jahren mit privater Vorsorge, was den Aufbau eines ausreichenden Polsters erschwert.

Berechnungen zeigen, dass bei einem Start mit 30 Jahren und monatlichen Einzahlungen von 200 Euro in eine private Rentenversicherung mit 4 % Rendite bis zum 67. Lebensjahr ein Vermögen von rund 220.000 Euro erreicht werden kann. Wird der gleiche Betrag erst mit 40 investiert, beträgt die Summe nur etwa 135.000 Euro.