Fernsehen interaktiv: Wellen+Nöthen realisiert Social-TV-Sender joiz in Berlin

Seinen Zuschauern ein Höchstmaß an Interaktivität zu bieten – so beschreibt der Social-TV-Sender joiz selbst seine wichtigste Maxime, die zugleich als Grundlage für die tägliche Arbeit dient. Gelingen soll dies durch die intelligente Verknüpfung von klassischem TV, mobilem Internet und Sozialen Netzwerken. Bereits vor mehr als zwei Jahren startete der Sender mit diesem Konzept in der Schweiz und erobert damit nun auch die Generation der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland. „Wir bringen mehr als zwei Jahre Social-TV-Erfahrung aus der Schweiz mit an unseren neu hinzugekommen Standort Berlin“, so Alexander Mazzara, CEO der joiz AG. „Als eine der abwechslungsreichsten und am schnellsten wachsenden Metropolen in Europa liefert uns die Stadt die perfekte Vorlage für einen bunten Programm-Mix aus Fashion, Lifestyle, Musik, Kultur, Celebrities und vielem mehr“, so Mazzara weiter.

Gleichzeitig ist der neue Standort ein strategisch wertvoller Knotenpunkt für mögliche weitere Niederlassungen des Senders in Europa. Entsprechend konzipierte Wellen+Nöthen in Berlin eine skalierbare und erweiterbare Sendeinfrastruktur, die mittelfristig Aufgaben weiterer Locations mit übernehmen kann.

Die aus der Schweiz mitgebrachten und praxiserprobten Workflows, insbesondere im Bereich der Web-Applikationen und Social-Media-Anwendungen, sollten bei der Projektrealisierung in Berlin erhalten und mit den standardisierten Technologien der beteiligten Hersteller von Broadcast-Software verschmolzen werden. Eine besondere Herausforderung stellte somit die Second-Screen-Integration von Hard- und Software dar. „Ein Großteil der eingesetzten Lösungen unserer Partner verfügte bereits über generelle Möglichkeiten zur Anbindung an externe Web-Anwendungen. Dennoch stand die Mehrzahl der beteiligten Hersteller vor der Aufgabe, ihre Produkte und Schnittstellen für eine nahtlose Social-Media-Integration zu erweitern oder zumindest zu optimieren“, so Daniel Url, kaufmännischer Leiter bei Wellen+Nöthen.

Um demzufolge die Redaktionsworkflows effizient zu gestalten, kombinierte und installierte Wellen+Nöthen eine Infrastrukturlösung aus OpenMedia Now von Annova sowie der Media Asset Management-Lösung Avamio und dem Scheduling-System Avatega von arvato Systems. Als zentrales Redaktionscockpit integrierte Wellen+Nöthen diese Systemkomponenten mit dem Web Content Management System von joiz. Dies versetzt die Redakteure bei joiz in die Lage, Inhalte wie Clips, Bilder, Texte und Metadaten problemlos zwischen den Systemen zu teilen und für den Rundown zu übergeben. Das Playout der verschiedenen Distributionswege, wie TV oder Internet-Live-Stream, steuert dafür ein Automationssystem von Aveco.

Für die automatische Aufzeichnung von Material im Studiobetrieb entschied man sich, zwei vierkanalige K2 Summit Server von Grass Valley zu installieren. Die Server werden dabei sowohl für den Live-Ingest als auch das 24/7-Playout genutzt. Für den Schnitt von HighRes-Material ist die Video-Postproduktion basierend auf Apple Final Cut Pro X ausgestattet.

Für die Bildakquise sowie im Studiobereich nutzt joiz Kameratechnik von Sony, die mit Robotik-Komponenten von Telemetrics ausgestattet ist. Gesteuert werden diese Systeme durch einer Studioautomation des Typs Astra von Aveco. Für das Audio-Processing sowie den Audio-Mix setzt der Sender Equipment von Sennheiser und Yamaha ein.

Daniel Url fasst zusammen: „Durch eine intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten haben wir eine hervorragende Integration der Second-Screen-Anwendungen in die Sendeinfrastruktur von joiz erreicht. Durchgängig automatisierte Workflows unterstützen und entlasten das Team von joiz optimal bei der schnellen und flexiblen Produktion von Inhalten.“

Weitere Informationen unter:
http://www.wellen-noethen.de