FDP-Wirtschaftssprecher fordert Rücktritt von Arbeitgeberpräsident Hundt

FDP-Wirtschaftssprecher fordert Rücktritt von Arbeitgeberpräsident Hundt
Fordert den Rücktritt von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt: Der bayerische FDP-Wirtschaftssprecher
 

MÃœNCHEN/BAYERBACH (07.11.2012) – Dietrich von Gumppenberg, Wirtschaftssprecher der bayerischen FDP-Landtagsfraktion, hat den Rücktritt von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt gefordert. Nach seiner scharfen Kritik an der Bundesregierung sollte sich Hund überlegen, ob er die Sache der Arbeitgeber noch vertrete. „Ich fühle mich von Ihnen jedenfalls nicht mehr vertreten“, so Dietrich von Gumppenberg am Mittwoch in einem Schreiben an den Arbeitgeberpräsident.

Sowohl als Unternehmer als auch als Politiker zeigte sich Dietrich von Gumppenberg „erstaunt und entrüstet“, zu welch pauschaler Kritik an der Bundesregierung und der FDP sich der Präsident der Deutschen Arbeitgeberverbände „hinreißen“ habe lassen. Es habe zweifelsfrei kritisierbare Entscheidungen der Bundesregierung gegeben, so von Gumppenberg: „Insgesamt geht es der deutschen Wirtschaft allerdings hervorragend – und dies in einer Zeit europa- und weltwirtschaftlich rauer See.“
Hundt erwecke den Eindruck, so der bayerische FDP-Wirtschaftsexperte, als wünsche er sich eine andere Konstellation für die Regierung des Landes. „Ich bezweifle stark, dass dies auch der Wunsch der kleinen und mittelständischen und großen Unternehmen ist.“ Es sei für die Unternehmen nicht absehbar, welche Konsequenzen eine linksbetonte Bundesregierung für Deutschland in Europa in steuer- und wirtschaftspolitischer Hinsicht hätte. Diese Tatsache sollte sich der Arbeitgeber bewusst sein. „Sie sollten sich überlegen, ob Sie die Sache der Arbeitgeber noch vertreten und ob nicht ein Rücktritt jetzt angezeigt wäre“, so Dietrich von Gumppenberg.
Der Arbeitgeberpräsident hätte angesichts der jüngst bekannt gewordenen Steuerquote des Apple-Konzerns von 1,9 Prozent die Steuergerechtigkeit zwischen Großunternehmen auf der einen und Mittelständler auf der anderen Seite thematisieren sollen, rät der FDP-Wirtschaftssprecher im Maximilianeum. Hundt sollte prüfen, ob es in Deutschland Fälle gebe, „die in vergleichbarer Form die volkswirtschaftlichen und nationalen Finanzkassen schädigen“, so der Landtagsabgeordnete aus Bayerbach (Lkr. Landshut).

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