Nach seinem umstrittenen Auftritt in Düsseldorf erntet der türkische Premierminister Tayyip Erdogan scharfe Kritik aus der FDP. „Die deutsche Sprache ist die Geschäftsgrundlage für unser gemeinsames Miteinander in Deutschland. Es ist empörend und inakzeptabel, dass Herr Erdogan die Souveränität unseres Landes und der Menschen, die hier leben, infrage stellt“, sagte der Generalsekretär der Liberalen, Christian Lindner, gegenüber der „Bild-Zeitung“ (Dienstagausgabe). Der FDP-Politiker stellte klar, Deutschland werde „auch in Zukunft nicht in Ankara anrufen, um sich gesellschaftliche Entwicklungen absegnen zu lassen“. Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, sagte der „Bild-Zeitung“: „Ich finde es nicht glücklich und nicht richtig, dass Erdogan auf diese Weise Wahlkampf macht. Integrationsfragen werden in Deutschland mit den hier lebenden Türken entschieden und nicht in der Türkei. Ich würde mir wünschen, die Kanzlerin würde so eine Veranstaltung mit Deutsch-Türken machen, die würde ich auch gerne organisieren.“
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