Deutschland als Hochtechnologie- und Industrieland zählt zu den größten Rohstoffkonsumenten der Welt und ist stark vom Import verschiedener Metalle und deren Vorprodukten abhängig. Zukunftstechnologien wie die IT-Branche oder die Entwicklung der regenerativen Energien benötigen zuverlässig Rohstoffe. Das ist wiederum nur möglich wenn die Materialien verfügbar sind und bezahlbar bleiben.
Trotz zahlreicher Strategien zur Sicherung der Rohstoffversorgung und Appelle der rohstoffabhängigen Länder hinsichtlich eines weltweit fairen Handels bleiben die Versorgungsprognosen unter dem erforderlichen Minimum.
In unserer heutigen Weltwirtschaftsform bedarf es neuer Entwicklungen und Strategien, um Rohstoffvorkommen zu begegnen. Primär soll die Versorgung von Rohstoffen Aufgabe der Wirtschaft sein. Die Politik kann dazu die Rahmenbedingungen im Interesse der globalen Wirtschaft schaffen. Einbahnstraßenpolitik und Entwicklungshilfe eignen sich dazu kaum.
Die bisher bekannten Rohstoffvorkommen für Zukunftstechnologien sind weltweit ungleich verteilt. U.a. findet man diese in vielen Entwicklungsländern, darunter vor allem in Ländern südlich der Sahara. Diese verfügen über mehr Ressourcen als sie selbst verbrauchen. In diesen Ländern sind bis heute immer noch zahlreiche Stoffe vorhanden, die unbekannt oder noch nicht erkundet sind.
Afrika spielt zwar in der Weltwirtschaft noch eine völlig untergeordnete Rolle, allerdings sind inzwischen viele afrikanische Staaten ernsthaft bemüht, eine Wertschöpfungskette im eigenen Land aufzubauen, um ihre Ressourcen selbst zu verarbeiten und diese anschließend auf dem Weltmarkt anzubieten. Einige Länder haben diesen fortschrittlichen Weg, unter anderem im Rahmen des Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, bereits weiter beschritten. Trotz aller Bemühungen hat sich der Anteil Afrikas am Welthandel kaum erhöht. Dennoch verfügen diese Länder über Ressourcen in solchen Menge wie sie für deutsche Unternehmen von Bedeutung sind. Diese Länder sind nun auf dem Weg zum „Best Cost Country Sourcing“ (interessante Beschaffungsquelle) für zahlreiche Ressourcen.
Als Fazit plädiere ich deshalb für:
• Diversifizierung der Bezugsquellen (es gilt auch, kleine Rohstoffvorkommen zu berücksichtigen),
• Win-Win-Situation zwischen Rohstofflieferanten und Rohstoffkonsumenten unter Berücksichtigung der Handelssouveränität jeden Landes,
• freier, fairer und offener Welthandel.
Die Umsetzung kann ausschließlich über enge Kooperationen zwischen Geschäftspartnern beider Seiten, sowohl bei der Beschaffung von Roh- und Sekundärrohstoffen als auch bei der Vermarktung daraus verarbeiteter Produkte und Dienstleistungen, effizient erfolgen.
Weitere Informationen unter:
http://www.kimide.de