Factoring immer attraktiver für KMU

Factoring immer attraktiver für KMU

Auch der Mittelstand sucht nach alternativen Finanzierungsformen – kein Wunder angesichts langer Zahlungsziele. Factoring schließt hier Lücken, bereits ab 100.000 Euro Jahresumsatz ist der Rechnungsverkauf möglich.

Trotzdem halten sich gerade kleine und mittelständische Unternehmen zurück, wenn es um die Nutzung von Factoring geht. So zeigt eine Untersuchung der Universität Köln, dass sich fast die Hälfte der Kleineren noch nie mit dem Thema Factoring beschäftigt hat. Ausschlaggebend dafür sind vor allem Kostenbefürchtungen, viele KMU schätzen den Rechnungsverkauf als zu teuer ein – wohlgemerkt Firmen, die das Thema noch nie geprüft haben. Factoringnutzer dagegen beurteilen die Auswirkungen des Rechnungsverkaufs ausgesprochen positiv. Gerade die Kleinen heben Effekte etwa auf Liquidität, Unabhängigkeit und Flexibilität hervor, zusätzlich den Schutz vor Zahlungsausfällen sowie die Entlastung der eigenen Buchhaltung.

Niedrige Kosten

Auch in punkto Kosten sind kaum Klagen zu hören. Denn zum einen verbilligt das niedrige Zinsniveau die Bevorschussung der Rechnungen, zudem vereinfachen moderne Technologien die Prozesse. Gerade Mittelständler, die oft von der laxen Zahlungsmoral großer Kunden oder sogar der öffentlichen Hand betroffen sind, sollten daher alternative Finanzierungsformen auf Kosten und Nutzen analysieren. Zwar besagt eine Faustregel, dass zwischen 2 und 3 Prozent der Rechnungssumme für Factoring zu Buche schlagen, doch rechnet der Kölner Factoringdienstleister abcfinance vor, dass die Gesamtkosten deutlich niedriger – bei nur zirka einem Prozent liegen können. Im konkreten Fall geht es um ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 6 Mio. Euro, bei dem eine Gebühr von etwa 0,53 Prozent fällig wird (ergibt 31.800 Euro bei 6 Mio. Rechnungssumme) und wo die Bevorschussung der Forderungen über jeweils einen Monat mit einem Zins von 4,5 Prozent zu Buche schlägt, der erforderliche Finanzierungsbedarf von 600.000 Euro ergibt Kosten von 27.000 Euro. Dazu kommen geringe Bearbeitungsgebühren pro Debitor.

Einfacher Ablauf

Die Untersuchung der Universität Köln ergab zudem, dass viele Nichtnutzer hohen Aufwand befürchten. Doch auch diese Angst deckt sich nicht mit den Erfahrungen der meisten Nutzer. Der Grund ist ganz einfach: Das Internet ermöglicht eine weitgehend automatische Abwicklung des Rechnungsverkaufs, im kleineren Rahmen lassen sich gestellte Rechnungen per Post oder Fax versenden oder in Form einer PDF-Datei hochladen. Der Factoringdienstleister zahlt in der Regel binnen weniger Tage 80 oder 90 Prozent der Rechnungssumme an das Unternehmen. Die Restsumme folgt, sobald der Debitor die Rechnung an den Dienstleister beglichen hat. Aufgrund der niedrigen Kosten und des geringen Aufwands lohnt sich Factoring schon ab Jahresumsätzen von 100.000 Euro. Gerade der Mittelstand erhält damit Zugang zur Finanzierungsform Factoring und eine attraktive Ergänzung zum Finanzierungsmix.

Anonym überprüfen

Wer dies im konkreten Fall testen will, findet entsprechende Portale im Internet. Unter www.fastfactoring.de von abcfinance zum Beispiel können Interessenten zunächst anonym herausfinden, ob ihr Unternehmen grundsätzlich für Factoring in Frage kommt. Erst wenn das System grünes Licht gibt, sind genaue Angaben nötig. Schon zu diesem Zeitpunkt lassen sich konkrete Rechnungen hochladen und abcfinance prüft die Anfrage auf Grundlage weiterführender Belege. Eine Finanzierungsentscheidung für die eingereichten Rechnungen ergeht in der Regel schon binnen 24 Stunden, auch genaue Angaben zu den Kosten erhält das Unternehmen dann. Diese richten sich unter anderem nach der Risikostruktur, der durchschnittlichen Rechnungshöhe, der Anzahl von Kunden und Rechnungen, den Zahlungsbedingungen oder durchschnittlichen Forderungslaufzeiten. Den exakten betriebswirtschaftlichen Nutzen erhält nur, wer den Gesamtaufwand je Rechnung mit und ohne Factoring vergleicht.