Fachkräftemangel vorbeugen, Crowd nutzen, neue Technologien gezielt einsetzen– UPD@TE zeigt neue Wege für KMU

Basel, 12.5.2015. Just-in-Time Produktion, optimierter Ressourceneinsatz, Ausgleich von Produktionsschwankungen, Kursschwankungen der Märkte (Volatilität), Anpassung an die Nachfrage und sich verändernde Kundenanforderungen – um auch in Zukunft handlungs- und damit wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich KMU immer wieder aufs Neue mit den Anforderungen der Märkte auseinandersetzen. Update setzt sich in der aktuellen Ausgabe unter anderem mit den Chancen und Risiken der Flexibilisierung auseinander.

Die Vernetzung der gesamten Welt in wirtschaftlicher, kultureller und politischer Hinsicht – kurz „Globalisierung“ – verändert auch für KMU unaufhaltsam die Arbeitswelt. Wirtschaftliche Fragen sind zunehmend nicht mehr nur innerhalb eines Landes relevant sondern bekommen eine weltweite Ausdehnung. Sei es, weil geringere Löhne oder Steuern und lockerere Arbeitsgesetze im Ausland sich erheblich auf die Produktionskosten auswirken oder auch einfach nur weil qualifizierte Arbeitskräfte in attraktivere Länder abwandern – der Wettbewerb um Rohstoffe, Märkte und Co nimmt zu. Die Globalisierung bringt eine Verknüpfung der Weltmärkte mit sich, durch die es zu weltweiter Arbeitsteilung und Konkurrenz kommt.

Doch den Risiken stehen auch Chancen gegenüber: Moderne, internetbasierte Kommunikationstechnologien eröffnen neue und meist auch effizientere Formen der Zusammenarbeit: Mobile Endgeräte, ein flächendeckender Breitbandausbau, Cloud-Services mit zentral gespeicherten und von überall abrufbaren Daten und Applikationen sowie Kollaborations- und Kommunikationsdienste (E-Mail, Kalender, Workspaces etc.) schaffen die Voraussetzungen für eine zunehmend mobile, noch flexiblere Arbeitswelt. Neben der Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle („Teilzeit“, „Gleitzeit“ etc.) und der Entwicklung flexibler Arbeitsorte („Homeoffice“, „Coworking Spaces“ etc.) spielen auch strukturelle Größen zunehmend eine Rolle. Dazu zählen unter anderem Leiharbeit, Outsourcing, Shared Leadership und Crowdsourcing (nach „Crowd“ = „Menge“), also die Auslagerung von Unternehmensaufgaben an eine Online-Community. Bei letztgenanntem kommen die vielfältigen Mechanismen des Social Web zum Einsatz, um die Kollaboration der Nutzer zu ermöglichen. Dazu zählen Kommentare, Wertungsmechanismen, Verschlagwortungen und Weiterempfehlungen. Crowdsourcing setzt auf die Kraft der Menge, d.h. auf die Vielfalt und Kreativität der weltweiten Internetuser. Grundgedanke ist, sich die Ideen, die beruflichen Qualifikationen, die Erfahrungen und das Können der Crowd zunutze zu machen.

Berichte und Videos rund um Chancen und Risiken der Flexibilisierung, Einblicke in das Innenleben der sogenannten „Generation Y“, ein kleines ABC des Crowdsourcings und einen Ausblick auf die Industrie- und Arbeitswelt 4.o finden sie in der neuen Update-Ausgabe.