Fachkräftemangel: Deutsche Unternehmen heben das Y-Potenzial

Das Thema Fachkräftemangel ist mehr als eine
typische Sommerlochdebatte. Denn nach Berechnungen des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung werden dem hiesigen Arbeitsmarkt
künftig im Durchschnitt alle vier Jahre rund eine Million
Spezialisten durch Pensionierung verloren gehen. Zusätzlich haben es
die Unternehmen mit einer steigenden Fluktuation gerade bei jungen
Mitarbeitern zu tun. Der Grund: Für die so genannte Generation Y der
heute 20- bis 30-Jährigen ist die Lebensstellung bei nur einem
Arbeitgeber häufig kein Karriereziel mehr. Um diese Entwicklungen in
der Personalplanung aufzufangen, setzen Unternehmen verstärkt auf
IT-gestützte Personal-Management-Systeme, so eine aktuelle
Marktbeobachtung von Steria Mummert Consulting.

Damit ein Human-Capital-Management-System (HCM-System) seine volle
Leistungsfähigkeit bei der internen Besetzung von Schlüsselpositionen
sowie der Bindung hauseigener Talente entfalten kann, müssen die
zugrundeliegenden Prozesse allerdings zuvor im Unternehmen verankert
und umgesetzt werden. Bei einem großen deutschen Softwarehersteller
ist es beispielsweise üblich, dass jeder Vorstand jedes Jahr drei
mögliche Nachfolger benennt. „Solche Prozesse können auch auf
mittelständische Unternehmen übertragen werden, zumal ein
unterstützendes HCM-System in seiner Komplexität problemlos
skalierbar ist“, sagt Oliver Back, Senior Manager bei Steria Mummert
Consulting.

Mithilfe eines HCM-Systems lassen sich zunächst alle im
Unternehmen bereits vorhandenen Qualifikationen systematisch
erfassen. Durch einen späteren Abgleich der Anforderungsprofile mit
den so erzielten Mitarbeiterdaten lassen sich mögliche interne
Nachfolger schnell identifizieren und deren Potenzial bewerten. Die
Analyse eignet sich zudem, um Wissenslücken der in die engere Auswahl
gekommenen Kandidaten systematisch aufzudecken. So wird zum Beispiel
festgestellt, ob eine künftige Führungskraft noch bestimmte
Qualifikationen benötigt, um in einer neuen Position auch zu
bestehen. Zusätzlich sollte ein gutes HCM-System vorhersagen, mit
welcher Wahrscheinlichkeit ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen
wird, wenn ihm nicht in einer bestimmten Zeitspanne Vorschläge zur
Weiterqualifizierung unterbreitet werden.

Damit es so weit erst gar nicht kommt, sollte das Talentmanagement
nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels als ein
zentrales Element der Unternehmensstrategie etabliert werden. Der
IT-gestützte Ansatz sorgt dafür, auch wirklich das gesamte Potenzial
der Mitarbeiter zu heben. Denn obwohl schon heute viele wichtige
Daten für die Personalplanung im Unternehmen vorhanden sind, werden
diese noch zu selten strukturiert aufbereitet und für
Entscheidungsprozesse herangezogen.

Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de

Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 22703-7787
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de