Die Europäische Kommission hat sich mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung in der EU vorsichtig optimistisch gezeigt: „Auch wenn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Europas bei weitem noch nicht überwunden sind und die Arbeitslosigkeit immer noch auf einem unakzeptabel hohen Stand verharrt, gibt es doch eindeutige Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung“, heißt es in einem Schreiben, das EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Wochenende an die Regierungschefs der 28 Mitgliedsländer geschickt hat. Das Schreiben liegt der „Welt“ vor. Zugleich kritisierte Barroso aber auch Versäumnisse der EU-Mitgliedsstaaten bei Innovationen und bei der Ausbildung einer digitalen Wirtschaft. „Obwohl Europa seine Führungsposition in etablierten Sektoren des produzierenden Gewerbes verstärken konnte, hinkt es auf wichtigen, schnell wachsenden Hochtechnologiemärkten hinterher“, schrieb der Kommissionspräsident. Er bemängelte, die Investitionen der Europäer seien zu gering, um Innovationsführerschaft wiederzuerlangen. „Die Aufwendungen der Unternehmen für Forschung und Entwicklung liegen in der EU deutlich unter dem Niveau unserer wichtigsten Wettbewerber, obwohl die EU weiterhin für ausländische Direktinvestitionen attraktiv bleibt“, heißt es in dem der „Welt“ vorliegenden Brief.
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