Essen, 27.01.2014 – Die EU-Kommission plant in diesem Jahr EURES, das EU-weite Netz für die Arbeitssuche, auszubauen und damit die Mobilität der Arbeitnehmer in Europa zu erleichtern und so einen echten EU-Arbeitsmarkt zu schaffen. Damit setzt die Kommission zugleich eine Forderung des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK zur besseren Koordination der europäischen Beschäftigungspolitik um.
„Sozialkommissar László Andor setzt damit einen richtigen Schwerpunkt im Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission für das vor uns liegende Jahr“, so der DFK-Vorsitzende Bernhard von Rothkirch. Das Ziel der EU-Kommission, endlich eine bessere Verknüpfung der Stellenvermittlung zwischen den Mitgliedsstaaten herzustellen und die Erfolgswahrscheinlichkeit der Vermittlung in der EU zu erhöhen, verdiene große Unterstützung. Von Rothkirch: „Denn es wird nicht nur Fach- und Führungskräfte neuen Möglichkeiten eröffnen, sondern auch Arbeitgeber, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, dabei unterstützen, Stellen schneller und besser zu besetzen.“
Die Stellenangebote von EURES (European Employment Services) werden nun auch Angeboten privater Arbeitsvermittlungen geöffnet. Bewerber wie Arbeitgeber werden über mobilitätsfördernde Leistungen informiert, freie Stellen und Bewerberprofile automatisch abgeglichen. „Durch diese Maßnahmen wird der Schritt ins europäische Ausland erleichtert und vor allem die Voraussetzungen für den Wechsel transparenter. Hier bestand erheblicher Nachholbedarf, der nun erfreulicherweise angegangen wird“, so von Rothkirch weiter. „Nur eine bessere Vernetzung zwischen den EU-Staaten kann die Mobilität erhöhen und die Arbeitslosigkeit senken.“
Eine weitere Initiative der EU-Kommission bewertet der DFK ebenfalls positiv: Steuerkommissar Algirdas Šemeta möchte diskriminierende Steuervorschriften der Mitgliedstaaten beseitigen. Dabei geht es um steuerliche Nachteile für Arbeitnehmer und Selbständige ebenso wie Rentner, die in einem anderen Mitgliedsstaat als ihrem eigenen leben. „Da steuerliche Hindernisse und sozialversicherungsrechtliche Unsicherheiten nach wie vor die grenzüberschreitende Mobilität behindern, ist es nur logisch und zu begrüßen, dass die Kommission auch hier ein deutliches Signal zugunsten der Mobilität setzt“.
Der Europäische Monitor für offene Stellen zeigte zuletzt, dass trotz der Rekordarbeitslosigkeit in Europa im ersten Quartal 2013 zwei Millionen Stellen unbesetzt waren. Ein großer Teil dieser unbesetzten Stellen wird auf einen Arbeitskräftemangel zurückgeführt, der lokal nicht ausgeglichen werden kann.
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