Erster IT-Sicherheitstag im BGV-Lichthof

Zum ersten gemeinsamen IT-Sicherheitstag der Unternehmensgruppe BGV / Badische Versicherungen und der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF), begrüßten Professor Edgar Bohn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BGV und William Schmitt, Geschäftsführer der KIVBF, im BGV-Lichthof über 150 Vertreter badischer Städte, Gemeinden, Landkreise und kommunaler Unternehmen. Ziel des Kongresses war es, die IT-Sicherheitslage der öffentlichen Verwaltungen und der kommunalen Unternehmen zu erörtern und Wege zu mehr IT-Sicherheit aufzuzeigen.

„Der BGV versteht sich als relevanter Bestandteil des Risikomanagements seiner Mitglieder. Deshalb freue ich mich, dass wir zusammen mit dem Zweckverband KIVBF diesen Kongress unserer fast deckungsgleichen Mit-glieder ins Leben gerufen haben“, so Edgar Bohn in seiner Begrüßungsrede. „Die Digitalisierung bringt deutlich mehr Chancen als Risiken – das hat auch die Cebit in Hannover gezeigt. Dennoch gilt es, sich für die Risiken zu wappnen.“

Mit Christoph Puppe von der HiSolutionAG, Dr. Rolf Häcker, IT-Sicherheitsbeauftragter des E-Government im Innenministerium Baden-Württemberg (Chief Information Security Officer), Dr. Harald Niggemann vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Eberhard Oehler, Geschäftsführer Stadtwerke Ettlingen sowie Martin Kreuzer von der Mu-nichRe, konnten namhafte Spezialisten im Bereich IT-Sicherheit als Refe-renten gewonnen werden. Dr. Rolf Häcker zeigte die rechtlichen Rahmen-bedingungen auf und stellte klar, dass IT-Sicherheit Chefsache ist. Die Un-ternehmens- und Behördenleiter stünden in einer nicht delegierbaren Ver-antwortung in Bezug auf die IT-Sicherheit ihre Unternehmen und Behörden. Eberhard Oehler berichtete über den 2014 durchgeführten Selbstversuch der Stadtwerke Ettlingen, bei dem der beauftragte Hacker Felix Lindner einen Penetrationstest durchführte und in wenigen Tagen die IT-Systeme der Stadtwerke geknackt hatte.

Aus allen Vorträgen kam eine klare Kernbotschaft hervor: Der wichtigste Faktor der IT-Sicherheit ist der Mensch. Deshalb sind nicht nur technische Sicherheitsvorkehrungen nötig, auch die Arbeitnehmer müssen immer wie-der für die Gefahren sensibilisiert werden.

Am Ende des Risikomanagementprozesses steht optimaler Weise eine Cyber-Versicherung zur Abdeckung der verbleibenden Restrisiken. Einen solchen Schutz bietet der BGV seit 2015 seinen Städten, Gemeinden, Landkreisen und kommunalen Unternehmen an.

William Schmitt betonte aus Sicht des ZV KIVBF die Notwendigkeit, die IT-Sicherheit im Sinne eines strukturierten Vorgehens als dauerhaften Prozess in der Unternehmenslandschaft zu verankern, der kontinuierlich überwacht werden müsse. Die Digitalisierung biete umfassende Chancen, die es zu nutzen gelte, die damit einhergehenden Risiken ließen sich aber nur mit einem strukturierten Informationssicherheitsmanagement beherrschen.