Erlebniswelt für Weinkunden geplant Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim e. G. investiert 1,5 Millionen Euro in Gebäude-Umstrukturierung

Über 76 Prozent der Mitglieder der Weingärtnergenossenschaft Dürrenzimmern-Stockheim e. G. erteilten im März 2014 „grünes Licht“ für die Umbaumaßnahmen. Die Investitionsplanung von 1,5 Millionen Euro kann somit umgesetzt werden. Geschäftsführer Matthias Göhring sieht das Weineinkaufserlebnis für den Kunden vor Ort „als Notwendigkeit, denn schließlich sollen die hochwertigen Produkte in einem ebensolchen Rahmen verkostet und gekauft werden können.“ Wer einschlägige Presseberichte in den letzten Jahren verfolgte, weiß, dass die Weingärtner aus Dürrenzimmern-Stockheim seit einigen Jahren verstärkt auf Qualität, Exklusivität und guten Service setzen. „Der Umbau ist deshalb schon lange geplant,“ berichtet Matthias Göhring erfreut über die Entscheidung zur Umsetzung im Haus.
„Mit der neuen Architektur in Anmutung eines Klosters soll eine klare Unternehmensidentität geschaffen werden. Wir möchten die Tradition betonen und gleichzeitig unsere Individualität hervorheben. Der Baustil wird klar sein, frei von kitschigen Elementen. Beim Umbau fließen Naturmaterialien in die Gestaltung ein, passend zum Wein. Alles soll harmonisch in Einklang gebracht werden. Im Mittelpunkt der neuen, freizügigen Räume stehen für uns ganz deutlich der Kunde und der Wein. Und weil wir immer wieder unterschiedliche Besucheransprüche haben, werden die Flächen flexibel nutzbar sein,“ erläutert Matthias Göhring das neue Konzept. „Zu der Planung gehören Weine, die top sind und die haben wir,“ betont er stolz. Dass von dem Umbau auch der Weintourismus profitiert, sieht er als positiven Nebeneffekt.
Die Anmutung eines Klosters soll nicht nur äußerlich geschaffen werden. Auch im Gebäude gibt es innenarchitektonische Veränderungen in Richtung Kloster und Mönche, die ja schon lange zum äußeren Erscheinungsbild der Weingärtner in Dürrenzimmern gehören.
Der einstige Eingang von 1937 wird den Zugang zur Vinothek geben und sich als Klosterhof darstellen. In dem künftigen Refektorium, wie einst in Klöstern, können Weinproben für kleinere Runden und Besprechungen abgehalten werden. Daneben befindet sich der neue Verkaufsraum, der sich hell, freundlich und ansprechend darstellen wird.
Was Matthias Göhring als wichtig erachtet ist ein leichter Zugang zur Weinausgabe und ein separater Zugang zum Saal. Im Rahmen der neuen Strukturierung wird es einen sogenannten „Abendeingang“ für Veranstaltungen geben. Ein großer Teil der vorhandenen Holzfachwerkkonstruktion des jetzigen Gebäudes soll freigelegt werden. Durch ein zusätzliches Kuppelgewölbe wird ein neues Ambiente geschaffen.
„Mit den geplanten Maßnahmen, die im Sommer in Angriff genommen werden sollen, blicken wir positiv in die Zukunft“, meint der Geschäftsführer. Er rechnet mit einer Bauzeit von nahezu einem Jahr.
In den technischen Bereich der Genossenschaft wurde in den vergangenen Jahren viel investiert, sodass hier kein Bedarf bestehe.

UNTERNEHMENSINFORMATION
WEINGÄRTNER DÜRRENZIMMERN-STOCKHEIM EG
1937 wurde die Weingärtnergenossenschaft am Ortsrand von Brackenheim-Dürrenzimmern in der Weinbauregion Zabergäu/Württemberg gegründet. Sie fusionierte 1970 mit der benachbarten WG Stockheim e. G. zur heutigen Weingärtner Dürrenzimmern-Stockheim e. G. Die 360 Mitglieder bewirtschaften insgesamt 215 Hektar Rebfläche, 70 Prozent davon sind – typisch für das Anbaugebiet Württemberg – mit roten Rebsorten bepflanzt. Der Rebsortenspiegel des Betriebs ist umfangreich, neben den Württemberger Klassikern wie unter anderem Lemberger, Trollinger, Schwarzriesling, Riesling und Kerner wachsen auch Spätburgunder und neuere Züchtungen wie Cabernet Dorsa und Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Sauvignon blanc auf den Rebhängen.
Der Slogan der Weingärtnergenossenschaft Dürrenzimmern-Stockheim lautet: „Die außergewöhnlichen Weine aus dem Zabergäu“. In der Tat werden auf manchen Rebflächen extremste Ertragsreduzierungen vorgenommen, damit das Terroir in den Weinen noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Das Sortiment mit seinen fünf Produktlinien (Literweine, Klosterhof, Cellarius, Exclusiv, Divinus) ist stark qualitätsorientiert aufgebaut. Alle Trauben der Linien Klosterhof, Cellarius, Exclusiv und Divinus werden von Hand geerntet.
Überwiegend in den Fachhandel und direkt zum Endabnehmer erfolgt die Vermarktung der Weine und Sekte aus Dürrenzimmern-Stockheim. Seit einigen Jahren spielen Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie für die erfolgreiche Genossenschaft und ihre preisgekrönten Weine eine immer wichtigere Rolle.

Das Sortiment
Nach den unkomplizierten, süffigen und sauberen Weinen in Literflaschen im Basisbereich folgt die Linie Klosterhof mit fruchtigen, frisch und anregenden Weinen aus dem gesamten Rebsortenspektrum von trocken über halbtrocken bis hin zu lieblich. Im Mittelfeld heißt das Sortiment Cellarius. Die überwiegend trockenen Weine dieser Serie aus ertragsreduzierten, ausgewählten Rebflächen eignen sich mit ihrem Schmelz und ihrer Nachhaltigkeit perfekt als Speisebegleiter.
Die Serie Exclusiv wurde qualitativ knapp unter dem Top-Segment angesiedelt. Mit hochwertigen Etiketten und Schraubverschluss ausgestattet sind die trockenen Weine ausschließlich für die Gastronomie, den Weinfachhandel und Privatkunden verfügbar.
Als kompromisslose Erzeugung von Spitzenweinen präsentiert die Top-Linie Divinus Weine, die teilweise in Barriques reiften. Die Trauben hierzu stammen alle aus extrem ertragsreduzierten Lagen und aus selektiver Lese. Sekte, Seccos, Liköre und Likörweine sowie Glühwein ergänzen das Sortiment. Und in besonderen Jahrgängen wird auch mal Eiswein oder eine Trockenbeerenauslese erzeugt.

Die Region
Als Weinbauregion präsentiert sich das Zabergäu rund um Dürrenzimmern und Stockheim, beides Teilorte von Brackenheim, der größten Weinbaugemeinde Württembergs und der größten Rotweingemeinde Deutschlands. Seit 1200 Jahren ist der Weinbau dort nachgewiesen. An sonnenbegünstigten Hanglagen gedeihen die Trauben prächtig in der hügeligen Landschaft. Das Terroir lässt sich in den Weinen schmecken, denn die über Millionen von Jahren entstandenen fruchtbaren Keuper-Verwitterungsböden geben ihre Mineralien an die tief wurzelnden Reben ab.

Weitere Informationen unter:
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