Das Erfurter IT-Unternehmen Ibykus AG feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Dr. Lutz Richter, heute als Vorstand im Unternehmen tätig, gründete die Firma 1990 zusammen mit einem ehemaligen Studienkollegen.
Noch vor der offiziellen Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten erfolgte am 12. März 1990 die Eintragung der Firma ins Handelsregister, zunächst unter dem Namen ICE Computer und Netze GmbH. Ursprünglich war das Unternehmen ein reines IT-Systemhaus, das sich auf Vertrieb und Installation von Hardware spezialisiert hatte. Als weitere tragende Säulen des Unternehmens traten später die Software-Entwicklung und der Dienstleistungsbereich hinzu. Heute ergänzen deshalb Beratung, Training, Support, Reparatur-Service und Hosting das Portfolio.
Seit 2001 leitet neben Richter Helmut C. Henkel als zweiter Vorstand die Geschicke der nicht börsennotierten Aktiengesellschaft. „Wir feiern unseren 20. Geburtstag erst im August, da wir zu Jahresbeginn noch mit dem Bau unseres zweiten Geschäftsgebäudes beschäftigt waren“, erklärt Vorstandssprecher Henkel. „Da unsere Mitarbeiter einen entscheidenden Anteil an der langen Firmengeschichte haben, begehen wir das Jubiläum als internes Sommerfest und würdigen somit das Engagement unserer Angestellten.“
Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat sich Ibykus von einer Zwei-Personen-Firma zu einem IT-Unternehmen entwickelt, das drei Standorte in Mitteldeutschland unterhält und rund 130 Mitarbeiter beschäftigt. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von knapp zwölf Millionen Euro.
Im zweiten Geschäftsgebäude, das am Hauptsitz in Erfurt bis April 2010 entstand, soll eine komplette Etage an junge Start-Up-Unternehmen der IT-Branche vermietet werden. Kostengünstig können Existenzgründer dort Büroräume anmieten und dabei von der vorhandenen Infrastruktur sowie vom Know-how des erfahrenen Unternehmens profitieren. Im Gegenzug erhofft sich Ibykus eine Befruchtung für das eigene Geschäft.