Seit zweieinhalb Jahren ist der Service der GDB fast täglich im Einsatz und dokumentiert damit, dass der Fahrdienst eine Lücke in der Versorgung Blinder und Sehbehinderter füllt. „Unsere Fahrgäste bestätigen uns, dass das Blindenmobil genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist“, bringt Thorsten Bräuer, geschäftsführender Vorstand der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde, die Hintergründe des Projektes auf den Punkt.
Denn obwohl sich der Großteil der Betroffenen im Alltag gut zurechtfindet, erfordern viele Situationen die Unterstützung und Kontrolle eines verlässlichen sehenden Begleiters. Formulare ausfüllen, Dokumente unterzeichnen oder sich in einem fremden Gebäude zurechtfinden: all das kann für Blinde zu einem unüberwindlichen Hindernis werden. „Der Fahr- und Begleitservice gibt Blinden und Sehbehinderten ein Stück Unabhängigkeit, Mobilität und die Möglichkeit, sich relativ spontan und sicher auf ungewohntem Terrain zu bewegen“, fasst Thorsten Bräuer die Vorteile des Fahrdienstes zusammen. Damit auch in Zukunft weitere Tausend Fahrten realisiert werden können, machen sich auch eine Reihe Prominenter – wie der ehemalige Fußballnationalspieler Hannes Löhr, Quiztaximaster Thomas Hackenberg und radio-ffn-Moderator Timm Busche – mit einer Patenschaft stark für das Projekt der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde.
Da der Blindenfahrdienst voll durch Spenden finanziert wird und in diesem Jahr außerdem in München und Hamburg eingeführt werden soll, sind Spender und Sponsoren jederzeit willkommen. Der Fahrdienst ist in Berlin wochentags von 9.00 bis 16.00 Uhr unter der Hotline-Nummer 0151-5470246, in Köln unter der 0151-17209279 und in Hannover unter der 0151-15605604 erreichbar. Fahrten sollten mindestens zwei Tage im Voraus gebucht werden.