München, 21. Januar 2013 – Equistone Partners Europe (EPE) schließt seinen
ersten Fonds als unabhängige Beteiligungsgesellschaft. Das Fundraising zum
neuen Fonds („EPEF IV“) konnte nach nur etwas mehr als einem Jahr nach
dem Management Buy-Out von der Barclays Bank im November 2011, erfolgreich
abgeschlossen werden. Auch der neue Fonds mit einem Volumen von 1,5
Mrd. Euro beteiligt sich wie seine drei Vorgänger vor allem an etablierten mittelständischen
Unternehmen mit attraktivem Wachstumspotenzial. Wie in allen
Vorjahren war EPE mit dieser strategischen Ausrichtung auch 2012 erfolgreich:
Vier Investments, ein Exit und zwei Zukäufe sind Beleg für eines der aktivsten
Jahre der Beteiligungsgesellschaft im deutschsprachigen Raum.
„Wir freuen uns sehr über das finale Closing unseres vierten Fonds. 1,5 Mrd. Euro
während der momentanen Krise im Euro-Raum zu sammeln, ist durchaus eine Leistung“,
kommentiert Peter Hammermann, Senior Partner von Equistone Partners Europe.
„Das Closing ist nicht nur Ausdruck der Erfolge der Vorgängerfonds, sondern
zeigt auch das Vertrauen der Investoren in unsere Arbeit. Maßgeblich hat dazu auch
die gute Performance des Teams in Deutschland beigetragen.“
Immerhin haben sich fast 70 Prozent jener Kapitalgeber am neuen Fonds beteiligt,
die bereits in einen der drei Vorgängerfonds investiert waren. Die Mehrheit (53 Prozent)
der insgesamt 42 institutionellen Anleger für EPEF IV stammt aus Europa, 16
Prozent kommen aus Nordamerika und die verbleibenden 31 Prozent aus sonstigen
Ländern. Die institutionellen Investoren setzen sich zusammen aus Pensionsfonds,
Dachfonds, Staatsfonds sowie großen Versicherungsgesellschaften.
„Wir freuen uns sehr darüber, dass viele Kapitalgeber, mit denen wir seit Jahren eng
zusammenarbeiten, auch in unseren neuen Fonds investiert und ihr Engagement
zum Teil sogar erhöht haben. Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Investoren
mit der Auflage des neuen Fonds attraktive Marktchancen eröffnen und ihnen die
Möglichkeit bieten, von den positiven Entwicklungen im Midcap-Bereich zu profitieren“,
erläutert Michael H. Bork, Senior Partner von Equistone Partners Europe.
Mit dem neuen Fonds setzt Equistone Partners Europe seine erfolgreiche Beteiligungsstrategie
im Later Stage Segment fort. Dabei versteht sich der Eigenkapital-
Investor nicht nur als reiner Kapitalgeber, sondern vor allem als Sparrings-Partner für
die mittelständischen Portfolio-Unternehmen.
Erfolgreiches Jahr 2012: Sieben Transaktionen in Deutschland
Mit Mitteln des EPEF IV realisierte Equistone Partners Europe im Jahr 2012 bereits
sieben erfolgreiche Transaktionen: Im Mai 2012 beteiligte sich der Eigenkapital-
Investor mehrheitlich am internationalen Automobilzulieferer E. Winkemann GmbH
& Co.KG aus Plettenberg, Nordrhein-Westfalen. Das mittelständische Unternehmen
stellt leistungsfähige Präzisionsstanzteile aus Metall her und beliefert weltweit die
Automobil-, Automobilzuliefer- und Elektroindustrie. Ziel der Transaktion, die im
Rahmen eines Management Buy-Outs die Nachfolge des Familienunternehmens
regelte, ist es, das zukünftige Wachstum des Unternehmens sicherzustellen und seine
führende Marktposition weiter auszubauen.
Noch im Februar 2012 wurde mit dem Zukauf der Davenport Paper Co. Limited der
eingeschlagene Wachstumskurs bei der Ratioform Holding GmbH fortgesetzt, bevor
die Unternehmensgruppe im Juli 2012 an die TAKKT AG verkauft wurde. Ratioform
ist einer der führenden Multi-Channel-Versandhändler für Verpackungslösungen
und wurde im Sommer 2006 mehrheitlich von Equistone, damals Barclays Private
Equity, und dem Management übernommen. Während der sechsjährigen, äußerst
erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Unternehmen konnte der Umsatz von Ratioform
mehr als verdoppelt sowie die Profitabilität verdreifacht werden.
Im Juli 2012 folgte mit dem Kauf von EuroAvionics, einem international agierenden
Luftfahrtzulieferer, ein weiteres erfolgreiches Investment. EuroAvionics aus Pforzheim
ist der weltweit führende Anbieter von zivil zertifizierten Navigations- und Auftragsmanagementsystemen
für Helikopter und Flugzeuge. In Zusammenarbeit mit
dem Management soll das Wachstum des mittelständischen Unternehmens weiter
gefördert und die ausgezeichnete Wettbewerbsposition von EuroAvionics langfristig
abgesichert werden.
Ebenfalls im Juli 2012 beteiligte sich Equistone im Rahmen eines Management Buy-
Outs mehrheitlich an der neu gegründeten Vivonio Furniture Group. Die in München
ansässige Unternehmensgruppe vereint die drei Möbelhersteller MAJA, Staud und
SCIAE.
Im August 2012 wurde für die bereits seit 2011 im EPE-Portfolio befindliche IN tIME
Express Logistik GmbH, den führenden deutschen Sonderfahrtendienstleister, die
eingeschlagene Wachstumsstrategie mit dem Zukauf der deutschen LTE Transport
GmbH fortgesetzt.
Ein weiteres Investment wurde im November 2012 realisiert. Equistone erwarb mit
Sunrise Medical einen der Weltmarktführer in der Entwicklung, Produktion und im
Vertrieb von hochwertigen, maßgefertigten manuellen Rollstühlen sowie Elektrorollstühlen
und technologisch ausgereiften Systemen für perfektes Sitzen und Positionieren.
„Die Rehabilitationsbranche ist für uns ein interessanter Markt mit weiterhin
hohem Entwicklungspotenzial. Zusammen mit dem ausgezeichneten Managementteam
des Unternehmens freuen wir uns darauf, die nächste Wachstumsphase von
Sunrise Medical zu begleiten“, erläutert Dirk Schekerka, Geschäftsführer von
Equistone Deutschland, das Investment des Beteiligungsunternehmens.
Als europaweit aktive Beteiligungsgesellschaft hat Equistone Partners Europe in
2012 insgesamt sieben Investments und sechs Exits durchgeführt.
Positiver Ausblick für 2013
Die weitere Entwicklung des deutschen Beteiligungsmarktes schätzt Peter Hammermann
positiv ein. „Auch für 2013 nehmen wir günstige Signale wahr: Der Konjunkturausblick
stimmt uns durchaus optimistisch und die Finanzierungsmöglichkeiten der
Banken sollten dem Midcap-Bereich weiterhin neue Chancen eröffnen – also gute
Voraussetzungen für einen regen Dealflow. Gerade in schwierigen ökonomischen
Zeiten bewährt sich unsere gute Kenntnis der speziellen Bedürfnisse des deutschen
Mittelstands.“
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