Rüdiger Kruse, der seit 2009 für die CDU und den
Bezirk Eimsbüttel im Bundestag sitzt, rechnet mit einer Einigung über
die Kostenbeteiligung des Bundes an der Hamburger Olympia-Bewerbung:
„Am Ende werden wir einen guten Weg finden“, sagte Kruse im
Interview mit dem Internet-Portal „Wir sind Feuer und Flamme“. (http:
//www.wir-sind-feuer-und-flamme.com/ein-zeichen-die-welt-senden)
Wenige Tage vor Abschluss des Olympia-Referendums in Hamburg und
Kiel appelliert Kruse, an der Abstimmung teilzunehmen: „Gerade in
diesen Tagen braucht es ein Zeichen in die Welt, dass wir das
friedliche Zusammenleben der Völker gestalten wollen und können,
während der Olympischen Spiele und darüber hinaus.“ Dazu sieht Kruse,
der dem Aufsichtsrat der Bewerbungsgesellschaft Hamburg 2024
angehört, auch praktischen Nutzen: „Die Ausrichtung der Spiele wird
mit Kosten verbunden sein, doch der Mehrwert ist auch heute schon
abschätzbar – sowohl Infrastruktur und Image unserer Heimatstadt
werden langfristig profitieren.“
Mit „Nachhaltigkeit“ hat Kruse fortwährend zu tun – der Begriff
stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bezeichnet den
schonenden Umgang mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Als
Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist das Kruses
Metier, ebenso im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige
Entwicklung. Kruse glaubt auch in dieser Beziehung an das Hamburger
Olympiakonzept: „Wir können die Spiele nachhaltig gestalten, denn das
Konzept für die Nachnutzung stimmt und wird Hamburg in der Welt
insgesamt nach vorne bringen.“
Der Wortlaut des Interviews:
Wie schätzen Sie die Beteiligung am Olympia-Referendum ein? Wir
steuern gerade auf 50 bis 50 Prozent zu…
Rüdiger Kruse: Sie wird ausreichend sein, aber voraussichtlich
unterhalb einer Bürgerschaftswahl liegen.
Es sollten noch viele Hamburgerinnen und Hamburger den Weg zum
Briefkasten oder ins Abstimmungslokal machen. Mit welchen zwei Sätzen
würden Sie dazu auffordern?
Rüdiger Kruse: Gerade in diesen Tagen braucht es ein Zeichen in
die Welt, dass wir das friedliche Zusammenleben der Völker gestalten
wollen und können, während der Olympischen Spiele und darüber hinaus.
Hamburg 2024 ist dafür die Chance – Ihre Stimme zählt!
In Hamburg wird viel darüber gemutmaßt, warum sich der Bund noch
nicht zu seinem finanziellen Anteil geäußert hat. Wie beurteilen Sie
das?
Rüdiger Kruse: Üblicherweise zahlt der Bund ein Drittel der
Kosten. Dass Hamburg als Stadtstaat nicht zwei Drittel zahlen kann,
ist klar. Aber wenn der Bund mehr als zwei Drittel zahlen soll, wird
wohl eine genaue Prüfung verständlich sein. Am Ende werden wir einen
guten Weg finden.
Eine Vermutung besagt, dass der Bund sich weigern könnte, die
Hamburger Stadtentwicklung über Olympia hinaus mitzufinanzieren. Ist
das nicht aber gerade der Kern eines nachhaltigen Konzepts?
Rüdiger Kruse: Kern der Nachhaltigkeit bei Olympia ist, dass die
Neubauten sinnvoll weitergenutzt werden. Gerade darin besteht der
Mehrwert, den Hamburg aus den Spielen ziehen kann.
Die Konkurrenten Los Angeles, Paris und Rom behaupten, mit etwa
der Hälfte des errechneten Hamburger Budgets auszukommen. Können die
besser Rechnen oder Sparen?
Rüdiger Kruse: Andersherum würde mir das mehr Sorgen machen.
Vielleicht sind die anderen optimistischer, vielleicht sind deren
Planungen noch nicht so definiert. Die Ausrichtung der Spiele wird
mit Kosten verbunden sein, doch der Mehrwert ist auch heute schon
abschätzbar – sowohl Infrastruktur und Image unserer Heimatstadt
werden langfristig profitieren. Zudem liegen die kalkulierten
Gesamtkosten von Hamburg 2024 rund 5 Milliarden Euro niedriger als
London 2012.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt aus der Forstwirtschaft, Ihrem
Spezialgebiet. Kann eine so gigantische Veranstaltung überhaupt
nachhaltig sein?
Rüdiger Kruse: Die Olympischen Spiele sind eine Chance zu zeigen,
dass Hamburg ein sportliches Großereignis dieser Art auch in puncto
Nachhaltigkeit und Effizienz exzellent meistern kann. Und JA – diese
Spiele können wir nachhaltig gestalten, denn das Konzept für die
Nachnutzung stimmt und wird Hamburg in der Welt insgesamt nach vorne
bringen.
Pressekontakt:
Olympia-Initiative „Feuer und Flamme“
Ansprechpartner: Raimund Witkop
Mobil: 0163/ 48 33 710
E-Mail: presse@wir-sind-feuer-und-flamme.com