Ein „innovativer“ Innovationsworkshop! Dass es sowas gibt?!

Man kennt es: der Chef schickt einen zur Weiterbildung, etwas Innovatives soll es sein. Was folgt sind eine Anreihung von Stunden oder Tagen mit BWL- Fachbegriffen und Fallbeispielen. Wenn man zurück im Unternehmen ist, kann man auf die Frage, wie die Weiterbildung war, nur gespielt geheimnisvoll sagen: „Gut!“ Was bleibt ist ein Teilnehmerzertifikat.
Kann man bei diesen Innovationsworkshops eigentlich wirklich etwas lernen? Mittlerweile ist dieser Markt oft gar nicht so innovativ, wie er tut. Da werden noch Rollenspiele nach den alt bewährten Kreativitätstechniken gemacht. Lustig, aber nicht immer effizient. Also braucht es auch bei Innovationsworkshops etwas Innovatives.

Wir trafen Silke Mathiak von Brain4storming in München. Sie hat sich mit ihrer neugegründeten Innovationsberatung für KMUs genau dies zum Thema gemacht. Brain4storming bietet zum Beispiel eine einjährige Workshopreihe zum Thema Innovation an und flößt ihren Teilnehmern eben nicht nur Fachwissen ein und lässt sie dann allein. „Innovation ist ein Prozess. Das Handwerkszeug dafür kann man nicht in ein paar Tagen erlernen und anschließend umsetzen. Wir begleiten diesen Innovationsprozess aktiv“, bringt es Silke Mathiak auf den Punkt.
In drei Präsenzworkshops innerhalb eines Jahres lernen die Teilnehmer aufbauendes Wissen rund um das Thema Innovation kennen und setzen entsprechende Schritte zwischen den Workshops im eigenen Unternehmen um. Zwischen den jeweils dreitägigen Veranstaltungen steht ein Team aus Experten für ein kontinuierliches Coaching zu Verfügung.

„Zukunftsweisend beschäftigen wir uns in unserer Arbeit vor allem mit dem Thema Open Innovation. Neue Ideen werden heute nicht mehr allein im Unternehmen generiert, sondern durch den Einfluss und das Wissen von außen“, erklärt Mathiak weiter. Vor allem die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) könnten das große Potential von Open Innovation nutzen, da sie viel flexibler agieren könnten als die Großen. „Leider machen sich viele Mittelständler noch zu wenig Gedanken um die eigene Unternehmenszukunft, da sie das Tagesgeschäft voll in Anspruch nimmt. Doch genau da beißt sich die Katze in den Schwanz.“ Mathiak macht sich für KMU stark und drängt auf ein Bewusstsein der Unternehmer, zukunftsorientiert zu denken. Für die Workshops hat sie auch gezielt drei unterschiedliche, Ideen gebende Locations ausgesucht: ein kleines, modernes und weltoffenes Kloster in Thüringen, die Bergwelt in Österreich und die Geschwindigkeit der bayerischen Landeshauptstadt München. So soll Neues entdeckt, Chancen entwickelt und zusammengearbeitet werden, alles wesentliche Grundlagen für Open Innovation. Die nächste Workshop-Reihe findet 2016 statt. Man kann sich ab jetzt bewerben.