
Easy-to-use
Die Schuloten-Skala ist einfache anzuwenden und auszuwerten, besitzt eine hohe Bekanntheit bei den Befragten und muss deshalb nicht besonders erklärt werden.
Geringer Erkenntniswert
Doch es sind Zweifel an der Aussagefähigkeit der Noten-Skalierung angebracht. Wertet man Teilnehmer-Befragungen aus, in denen die Gesamtzufriedenheit sowohl in Schulnoten-Form als auch mittels einer Wichtigkeits-Zufriedenheits Abfrage von Leistungsmerkmalen erhoben wurde und stellt man die beiden Größen einander gegenüber, wird die problematische Aussagekraft von Noten offensichtlich. So zeigt die Untersuchung von Befragungen, die beispielsweise einen Participant Satisfaction Score (PSS, das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von erreichter Teilnehmer-Zufriedenheit in Relation zu den Anforderungen) von 50% ausweisen, dass der jeweils parallel ermittelte Notenwert in einem Intervall von 2,6 bis 4,1 liegt, also zu vollkommen anderen Schlüssen führt als der mehrdimensionale und realitätsgeeichte Indikator PSS.
Zweidimensional zum Aktionsplan
Das PSS-System bietet zwei Ansätze, mögliche Defizite oder ungenutzte Verbesserungsmöglichkeiten der Performance-Qualität zu identifizieren:
Performance-Handlungsbereiche
Der PSS liegt über 80%: Best Practice-Performance
Das ist der anzustrebende Ideal-Zustand, den aber nur wenige Angebote erreichen.
Der PCQS liegt zwischen 80% und 60%: Weitgehend anforderungsgerechte Performance-Qualität
Die Teilnehmer-Kritik hält sich in engen Grenzen. Ihr kann in den meisten Fälle durch wenige Korrekturmaßnahmen begegnet werden.
Der PCQS liegt zwischen 60% und 40%: Grenzwertige Performance-Qualität
In dieser Konstellation bezieht sich die Unzufriedenheit auf eine Vielzahl verschiedener Aspekte. Werden keine Veränderungen vorgenommen, entwickelt sich eine Negativ-Spirale, die im Zeitablauf zu einem weiter sinkenden PSS führen kann.
Der PCQS liegt zwischen 40% und 0%: Unzureichende Performance-Qualität
Das Angebot ist aus Teilnehmer-Sicht indiskutabel uns müsste von Grund auf neu entwickelt werden.
Performance-Handlungsprioritäten
Ebenso ermöglicht der Ansatz, aus der Gegenüberstellung der Ausprägungen von Wichtigkeit und Zufriedenheit für die einzelnen untersuchten Feedback-Merkmale Kern- und Rand-Stärken sowie -Schwächen zu bestimmen, denen verschiedene Handlungs-Prioritäten zuzuordnen sind.