Pirmasens, 4. Juni 2012. Die Stadt Pirmasens setzt im Rahmen der Wirtschaftsförderung auf die aktive Förderung unternehmerischer Innovation. Vor diesem Hintergrund spielen regionale Wertschöpfungsketten im Sinne von Cluster-Bildungen eine herausragende Rolle. Daher unterstützt die lokale Wirtschaftsförderung durch individuelle Beratung den Aufbau regionaler Netzwerke mit dem Ziel, wirtschaftlich förderliche Synergien sowie konkrete Wettbewerbs- und damit auch Standortvorteile für die Stadt und die umgebende Region zu schaffen.
Jüngstes Beispiel für den Aufbau eines solchen Netzwerks ist die in Pirmasens ansässige Convar Deutschland GmbH. Das 120 Mitarbeiter zählende, als europaweit tätiger Datenretter bekannte Unternehmen hat am westpfälzischen Firmensitz Pirmasens eine IT-Manufaktur aufgebaut, in der unter dem Label FURNICS (ein Kunstwort, bestehend aus den englischen Silben Furniture für Möbel und Technics für Technik) hochwertige Lifestyle-Produkte für das Wohn- und Chefbüro-Umfeld gefertigt werden. Dass dabei die meisten Zulieferer direkt aus der Region kommen, bringt sowohl für Convar als auch für das Lieferantennetzwerk vielfache Vorteile, letztlich profitiert davon aber auch das gesamte wirtschaftliche Umfeld.
Einzigartiges Manufaktur-Konzept
Als für die IT-Branche einzigartig beschreibt Ralph Hensel, Senior Project Manager Europa bei Convar, das der Fertigung seiner FURNICS-Geräte zugrunde liegende Manufaktur-Konzept: „Bislang war die Entwicklung von IT-Produkten in erster Linie preisgetrieben, weswegen so wichtige Aspekte wie Nachhaltigkeit, Individualität und Design nicht zum Tragen gekommen sind. Genau in diese Lücke stoßen wir mit FURNICS und gehen mit unserer IT-Manufaktur im Herzen des Pfälzerwalds andere Wege.“ Dabei eröffnet insbesondere auch das Einbeziehen lokal ansässiger Unternehmen mit traditionellen Fertigkeiten und Know-how im Umgang mit Schuhen und Leder (Pirmasens gilt trotz des Zusammen-bruchs der Monostruktur Schuhindustrie auch heute noch als „Schuh-metropole Deutschlands“) Tür und Tor für hochinnovative Möbel-Technik-Kombinationen. Beispiele aus dem Convar-Angebot hierfür sind der Design-PC „ByteBench“ und die USB-Festplatte mit Sichtfenster „ByteSpotter“, allesamt komplett „made in Pirmasens“.
Cluster bündeln Stärken der Region
Zu den neun regionalen FURNICS-Zulieferern gehören:
– psb intralogistics aus Pirmasens: Lüftungsblenden und Deckel,
– ADEVI aus Pirmasens: Glasbeschriftung,
– Kimmle Stiftung aus Pirmasens: Pulverbeschichtung für Lüftungsblenden sowie Montagearbeiten,
– Industrie Gravuren Ruf aus Rodalben: Gravuren für Zierblenden und Plaketten,
– Tischlerei Andreas Hergert aus Geiselberg: Seitenteile und Zierblenden in Holz sowie Holzsockel,
– BUCH Lackiertechnik aus Zweibrücken: Pulverbeschichtung,
– Schrift & Design Schwab aus Blieskastel: Beschriftungen,
– STK Gesellschaft für Stanztechnik mbH aus Neunkirchen: Stanzen sowie
– WASPA Lasertechnik aus Saarbrücken: Lasergravur für Schriftzug.
Vorteile lokaler Vernetzung
„Natürlich ist es für jedes Unternehmen vom kleineren Handwerksbetrieb bis zur mittelständischen Firma wirtschaftlich bedeutend, immer wieder auch Aufträge von lokalen Herstellern zu erhalten“, betont Dr. Bernhard Matheis, Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens, und ergänzt: „Letztendlich profitiert aber der Auftraggeber gleichermaßen von den kurzen Wegen und der meist völlig unkomplizierten und schnellen Anbahnung der Zusammenarbeit. Schließlich spricht man die gleiche Sprache und bringt in aller Regel das notwendige Verständnis für den Nachbarn mit. Außerdem stellen wir immer wieder fest, dass die lokal vernetzten Unternehmen sich bevorzugt behandeln und gleichzeitig auch immer ein gutes Stück Stolz dabei mitspielt, an der Wertschöpfung eines lokalen Produktes beteiligt zu sein, das weit über die Landesgrenzen hinaus für Furore sorgt.“
Weitere Informationen unter:
http://www.ars-pr.de