Digitalisierung in HR noch mit viel Potenzial – Studie zeigt verpasste Möglichkeiten der Digitalisierung in Multi-Country Payroll

Digitalisierung in HR noch mit viel Potenzial – Studie zeigt verpasste Möglichkeiten der Digitalisierung in Multi-Country Payroll
 

agierenden Unternehmen stehen. So haben trotz zunehmender Berücksichtigung von Compliance-Anforderungen, zum Beispiel in Bezug auf die Gleichberechtigung bei der Bezahlung von Frauen und Männern, viele multinationale Unternehmen noch immer keine ausreichende Übersicht über ihre Lohnabrechnung. Das Fehlen einer konsolidierten Berichterstattung zeigt, wie schwierig die Umsetzung einheitlicher Richtlinien und Prozesse für viele Unternehmen ist.

Einige Unternehmen versuchen diesen Herausforderungen zu begegnen, indem sie auf eine digitale Gehaltsabrechnung setzen. Aber: Trotz der Vorteile bezüglich Effizienz, Schnelligkeit und Genauigkeit, die die Digitalisierung bieten kann, verwaltet ein ebenso hoher Anteil die Lohnabrechnungsprozesse und -pläne ausschließlich manuell. Demnach nutzen 12 Prozent der Unternehmen keine intelligente Technologie zur Abwicklung von Prozessen, während 13 Prozent diese Arbeit vollständig online erledigen. Immerhin versuchen sich 72 Prozent in einer Mischung aus teils digital sowie teils manuell verwalteter Lohnabrechnungsprozesse.

Besonders auffällig in gerade international agierenden Unternehmen: Obwohl neue Vorschriften die Arbeitsbelastung weiter erhöhen, zweifeln 38 Prozent der Befragten daran, dass ihr Unternehmen von der Nutzung von digitalen Prozessen für die Lohn- und Gehaltsabrechnung profitieren würde. Dabei wird oft nicht verstanden, welche Prozesslösungen sich bereits zu einer wichtigen Technologie entwickeln.

„Multinationale Unternehmen kämpfen mit der Abwicklung der Gehalts- und Lohnabrechnung. Der Druck auf die Lohnstellen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Ebenso die Aufwendungen bei den Lohn- und Gehaltsabrechnungen“, sagt Dr. Mark Eger, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei SD Worx Deutschland. „Gerade Deutschland ist Europas Schlusslicht bei der Online-Abwicklung grundlegender HR-Verwaltungsaufgaben: 69 Prozent werden nach wie vor offline bearbeitet. Dabei ist die Digitalisierung von Betriebsabläufen wesentlich, um Lohnstellen die notwendige Übersicht zu verschaffen und die Daten entsprechend nutzen zu können. Wenn Unternehmen nicht bereit sind, kontinuierlich Neues zu lernen, riskieren sie, die Vorteile der neuen Technologie für die Abteilung und das ganze Unternehmen zu verlieren. Und damit Professionals und Young Talents.“

Ãœber den Bericht
An der Umfrage der Global Payroll Association nahmen 158 Lohn- Und Abrechnungsverantwortliche teil. 55 Prozent unter ihnen vertretenen Organisationen, die mindestens 2.500 Mitarbeiter beschäftigen. Die erfassten Lohnregionen waren APAC (Asien-Pazifik), EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) sowie Amerika.