
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Peter Dohm, Direktor der Steinbeis Business Academy und Moderator des Abends, ergriff Mario Wiedemann, Project Manager der Bertelsmann Stiftung das Wort. Wiedemann machte auf die Chancen aufmerksam, öffentliche Ressourcen effizienter und zielgenauer einsetzen zu können, Bürger und Unternehmen zu entlasten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dennoch blieben die digitalen Service-Angebote der deutschen Verwaltung hinter den Erwartungen der Bürger und Unternehmen sowie den Erfolgen anderer Staaten zurück. Ein Erfolgsfaktor der Digitalisierung und Verwaltung sei die strategische Ausrichtung und die Offenheit beispielsweise durch den verstärkten Einbezug der Bürger und eine vernetzte und transparente Verwaltung. Mit dem Fokus auf Heidelberg sprach Manfred Leutz, Abteilungsleiter Informationsverarbeitung der Stadt Heidelberg zu „Digitalität@Heidelberg“. Der Vortrag zeigte am Beispiel der Stadt, wie durch Technologie das Leben der Bürger verbessert werden kann. Dies unterstützen die Digitalagentur HD GmbH sowie das geplante Amt für Digitales.
Auf Anforderungen und Lösungsansätze blickte Reinhard Bleß, Geschäftsleitung Kundenunterstützung des Zweckverbandes Kommunale Informationsverarbeitung Reutlingen-Ulm. Er thematisierte die Einsatzbereiche der digitalen Technologien beispielsweise im Bereich bedarfsgerechter Müllentleerung, zielgerichteter Schneeräumdienst mittels Sensoren sowie ein Chat Bot zur automatisierten Beantwortung von Bürgerfragen – ein Pilotprojekt in Heidenheim.
Außerdem fordere auch die Organisation und Kultur der Verwaltung eine Änderung im Zuge der Digitalisierung, da verstärkt Transparenz und Zusammenarbeit auf Augenhöhe gefordert wird. Nach dem Motto „anytime, anywhere, any device“ seien digitale Technologien in den öffentlichen Verwaltungen auch in Bezug auf die Arbeitsorte ausschlaggebend. Der Tenor der Veranstaltung zeigte, dass diese neuen Möglichkeiten enorme Potenziale bergen, aber auch Anforderungen stellen wie die Anpassung der Arbeitswelt. So sind digitale Technologien in der öffentlichen Verwaltung ein Thema, das erst am Anfang steht.
Namhafte Persönlichkeiten aus Kommunen, Landratsämtern, Ministerien und der WiFö, nahmen an der Veranstaltung Teil und zeigten große Zufriedenheit. Die anschließende Möglichkeit zum Networking unter den Teilnehmern fand regen Zuspruch. Die Vertreter der Steinbeis Business Academy Prof. Dr. Peter Dohm, Josef Schuler, Jennifer Willms, Elke Peters und Reyhan Akkurt standen für Fragen rund um die Studiengänge des Public Managements (ZLG und Master) sowie weitere Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung.