Die Schönen Aussichten wollen Frauen als wirtschaftlichen Faktor stärken
„Wer in die Wahlprogramme guckt und sie mit der Realität abgleicht, sieht, dass Frauen als wirtschaftlicher Faktor noch gestärkt werden können. Es gibt viele gute Ansätze dazu. Wir wollen einer davon sein“, sagt Petra Reinholz, Mitfrau im Regionalverband Berlin-Brandenburg und Teil des amtierenden Bundesvorstands. Damit das funktioniert, braucht es einen Austausch darüber, wie der Verband Schöne Aussichten in den nächsten Jahren arbeiten und wohin er sich entwickeln kann. Insgesamt 29 Anträge wurden im Vorfeld der Bundeskonferenz dazu eingebracht. Im begleitenden Rahmenprogramm nimmt der Austausch zwischen den Mitfrauen stets eine zentrale Rolle ein.
Unternehmerinnen schafften ihren Arbeitsplatz selbst
Dass die Bundestagswahl auf dasselbe Wochenende wie die Bundeskonferenz fällt, stellt den Blick auf das noch recht junge Verhältnis zwischen Frauen, Unternehmertum und Politik wieder scharf: „Es erinnert daran, dass weibliche Unternehmerschaft häufig politische Aspekte streift. Zum Beispiel gründen Alleinerziehende Unternehmen, weil sie in klassischen Angestelltenverhältnissen ihre Kinder kaum noch sehen und politische Veränderungen eben mehr Zeit brauchen, als diese Frauen haben. Hochqualifizierte Frauen gründen, weil sie als ‘überqualifiziert’ abgestempelt wurden. Vom Equal-Pay-Gap ganz zu schweigen.“
Die „Frauen an den Herd“-Politik kappt Wirtschaftsinnovationen
Dabei sind die weiblich gegründeten Unternehmen, die bei den Schönen Aussichten vertreten sind, ausgesprochen vielseitig; von Businesscoaching über Steuerberatung und App-Entwicklung ist alles dabei. Parteien, die die Frau am Herd wieder zur Norm erheben wollen, würden die Wirtschaft um Leistung und innovative Ideen beschneiden. „Als Entrepreneurinnen sollten wir deshalb informiert sein, welche Partei unseren privaten und unternehmerischen Zielen am nächsten kommt.“