Die Rolle der Kommunen: von der Ausländer- zur Willkommensbehörde

Die Rolle der Kommunen: von der Ausländer- zur Willkommensbehörde
KOMMUNAL Cover 10/ 2015
 

Berlin, 08. Oktober 2015. Aktuelle Prognosen der Bundesregierung sprechen von etwa 800.000 Ayslerstanträgen für das laufende Jahr. Den kommunalen Ausländerbehörden kommt dabei eine besondere Aufgabe zu: Als „Rezeption“ Deutschlands sind sie meist die ersten Anlaufstellen, mit denen Asylbewerber zu tun haben. Und auch hier gilt: Der erste Eindruck zählt. KOMMUNAL hat mit Akteuren gesprochen und eine Checkliste erarbeitet, mit deren Hilfe Ausländerbehörden ein wesentlicher Teil der nationalen Anerkennungs- und Willkommenskultur werden können.
Die fünf Punkte der Checkliste zeigen auf, dass ein Wandel abhängig vom inneren Selbstverständnis der Behörde ist. Welche Werte will man vermitteln und wie kann der Umgang mit Zugewanderten bestmöglich organisiert werden. So wird die Behörde zur Willkommensbehörde:
1. Gemeinsame Vision als Sprungbrett
Die Version sollte von Verwaltungsspitze, relevanten Führungskräften und politischer Spitze gemeinsam vertreten werden und so dem Transformationsprozess den nötigen Vorrang gegenüber dem Tagesgeschäft verleihen.
2. Einbindung der Verwaltungsspitze
Eine verbindliche Unterstützung durch die Verwaltungsspitze sorgt für Motivation und Kreativität.
3. Führungskräfte als Multiplikatoren
Die Einbindung der Führungskräfte als Multiplikatoren ist wichtig, damit die neue Ausrichtung gegenüber den Mitarbeitenden vertreten werden kann.
4. Partizipation der Mitarbeiter
Von den Mitarbeitern hängt ab, ob Willkommenskultur lebt oder nicht. Ihre Erfahrungen können helfen.
5. Den Nutzen klar herausstellen
Das ultimative Ziel der Behörde darf nicht aus den Augen verloren werden: Die Zufriedenheit der Mitarbeiter und der Zugewanderten erhöhen.
Die vollständige Checkliste wurde in der aktuellen Ausgabe von KOMMUNAL im Rahmen der Berichterstattung über „Flüchtlinge in den Kommunen“ veröffentlicht.