Die Republik China beendet diplomatische Beziehungen mit Gambia

Die Republik China beendete am 18. November ihre diplomatischen Beziehungen mit Gambia – ein Schritt, der die nationale Würde und die Beibehaltung der flexiblen Diplomatie der Regierung aufrechterhalte, äußerte das Außenministerium.

Mit sofortiger Wirkung werde das Außenministerium die Botschaft der Republik China im westafrikanischen Staat schließen, technisches Missionspersonal aus dem Land abziehen und bilaterale Kooperationsprojekte abbrechen, äußerte das Ministerium in einer Erklärung.

Laut des Außenministeriums wurde die Entscheidung nach der am 14. November erfolgten Bekanntgabe durch den gambischen Präsidenten Yahya A. J. J. Jammeh des einseitigen Abbruchs diplomatischer Beziehungen mit der Republik China getroffen.

Seit der Wiederaufnahme offizieller Beziehungen zwischen beiden Staaten im Juli 1995 hat die Republik China eine Bandbreite an Programmen in Gambia vorgeschlagen und implementiert. Diese umfassten Landwirtschaft, Bildung, Infrastruktur, medizinische Versorgung und Sicherheit.

„Diese Initiativen verbesserten das Wohlergehen der gambischen Bevölkerung und wurden herzlich in allen Gesellschaftsbereichen aufgenommen“, äußerte das Ministerium.

Des Weiteren hielten beide Nationen regelmäßige hochrangige Austausche ab, darunter ein Staatsbesuch des Präsidenten der Republik China Ma Ying-jeou in Gambia im April 2012, eine Reise von Jammeh nach Taiwan 2 Monate später und ein Besuch des gambischen Vizepräsidenten Isatou Nije-Saidy im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Republik China im vergangenen Monat.

Die Republik China habe den langjährigen und freundlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten eine hohe Bedeutung beigemessen und bedauere die Entscheidung Gambias, sagte das Außenministerium.
Diese Entwicklung werde sich in keinem Maß auf die felsenfeste Bestimmung der Förderung der flexiblen Diplomatie und des Erstrebens einer Erweiterung internationalen Handlungsraums auswirken, fügte das Ministerium hinzu.

„Die Republik China wird weiterhin bilaterale Beziehungen zu Staaten, die sich Gerechtigkeit verpflichtet fühlen, in pragmatischer Art etablieren und stärken, ebenso beiderseitige vorteilhafte Interaktionen mit Taiwan anbieten.“

Weitere Informationen unter:
http://www.roc-taiwan.org/DE/HAM/ct.asp?xItem=85&CtNode=384&mp=112&xp1=