Die Regierung der Republik China (Taiwan) trifft Maßnahmen wegen gesundheitsschädlicher Substanzen in taiwanischen Produkten

Pressemitteilung, Hamburg 31. Mai 2011

Bei einer landesweiten Prüfaktion am 23. Mai 2011 wurden Spuren von DEHP in Getränken und eine ähnliche Chemikalie DINP in Säften entdeckt. Es hat sich herausgestellt, dass zwei Firmen dafür verantwortlich sind, Yu Shen Chemical Co. und Pin Han Perfumery Co.. Sie haben DEHP bzw. DINP in ihrem Trübungswirkstoff verwendet und an Lebensmittelhersteller verkauft.

Diese Chemikalien sind dafür bekannt, den weiblichen Hormonspiegel bei Männern zu erhöhen. Untersucht wurden insgesamt sechs Arten chemischer Substanzen DEHP, DINP, DNOP, DIDP, DBP und BBP.

Die Regierung nimmt diesen Vorfall sehr ernst und hat festgelegt, dass Produkte der Kategorie Fitnessgetränke, Säfte, Tee, Sirup, Marmeladen und Tabletten und Pulver, die Trübungswirkstoffe enthalten ab dem 31. Mai nicht mehr zum Verkauf angeboten werden dürfen, es sei denn es liegen Sicherheitszertifikate vor. Alternativ könnten die Händler auch Dokumente vorweisen, dass sie keine Inhaltsstoffe der Firma Yu Shen Chemical Co. oder der Pin Han Perfumery Co. eingekauft hätten.

Diese Krisenmaßnahme biete den Händlern auch die Chance, das Vertrauen der Verbraucher zurück zu gewinnen. Die Regierung überprüft derzeit die allgemeine Gesetzeslage zur Nahrungshygiene und das Management System zur Garantie der Lebensmittelsicherheit.

Zuerst wurden Minimärkte und Läden, die rund um die Uhr geöffnet haben, untersucht. Später folgten dann Kaufhäuser, Supermärkte, Frühstücksrestaurants, Nachtmärkte, Schulkantinen und Getränkeautomaten. Laut des Gesundheitsministeriums seien keine weiteren Verstöße entdeckt worden.

Das Gesundheitsministerium Taiwans habe mittlerweile 20 Notrufnummern eingerichtet, und landesweit Beratungsstellen in insgesamt 45 Krankenhäusern eingerichtet, die alle anstehenden Fragen beantworten können.

Die Regierung Taiwans hat den Fall mittlerweile der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet, in der Hoffnung möglicherweise entstandene Schäden im Ausland zu minimieren, da bereits einige der betroffenen Produkte ins Ausland exportiert wurden.