Die Italienische Handelskammer für Deutschland (ITKAM) – ein bilateraler Verein, der die Wirtschafts- und Industriebeziehungen vorwiegend zwischen dem deutschen und italienischen Markt fördert – feiert am 17. November ihr 100-jähriges Jubiläum im Westhafen Pier (Rotfeder-Ring 1) in Frankfurt am Main.
100 Jahre sind seit der Gründung der Handelskammer am 12. April 1911 vergangen – ein langer Zeitraum, in dem sie sich stets für die Förderung von Unternehmen und Institutionen eingesetzt hat, um die wirtschaftlich-industrielle Entwicklung und die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu unterstützen.
Dank ihrer mit Hingabe und Engagement ausgeübten Aktivitäten, auch in schwierigen Phasen der Wirtschafts- und Finanzmärkte, ist die ITKAM seit ihrer Geburtsstunde ein wichtiger Bezugspunkt für italienische und deutsche, vor allem klein- und mittelständische Unternehmen, die in den jeweils anderen Markt eintreten oder ihre dortige Position festigen wollen. Seit jeher fungiert die ITKAM als Sprachrohr und Unterstützer des “Made in Italy” in Deutschland. Sie trägt gemeinsam mit den zuständigen Institutionen zur Förderung wichtiger italienischer Wirtschaftszweige, vom Tourismus über den Agrar- und Nahrungsmittelsektor bis hin zur Schuhindustrie, bei.
In den letzten Jahren hat die ITKAM es sich zur Aufgabe gemacht, die aktive Internationalisierung der italienischen Unternehmen, auch unter Vorwegnahme sozio-ökonomischer Trends, zu unterstützen. Angesichts der wechselseitigen Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern realisiert die ITKAM zunehmend Projekte in innovativen Branchen mit großem Mehrwert, insbesondere in der Luft- und Raumfahrt und in Erneuerbaren Energien, um aktiver Bestandteil der Wertschöpfungskette für eine nachhaltige Entwicklung zu sein.
Die ITKAM konnte ihre Rolle als Unterstützer und Förderer der italienischen Wirtschafts- und Industrielandschaft erfolgreich erfüllen, weil sie stets in Absprache und Übereinstimmung mit den Institutionen handelte und auf ein gut organisiertes Netzwerk zurückgreifen konnte. Dieses Netzwerk besteht aus den zahlreichen Italienischen Handelskammern in ca. 49 Ländern, die im Dachverband Assocamerestero vereint sind.
„Die ersten hundert Jahre liegen hinter uns“, so Manlio La Loggia, Präsident der ITKAM, „und unsere Erfolgsgeschichte beweist deutlich unsere Fähigkeit, schnell und effizient ein Beziehungsnetz zur Unterstützung der Wirtschaft aufbauen zu können. Wir wollen dieses Jubiläum mit unseren wichtigsten Partnern feiern, zu denen Vertreter aus Italiens Industrie und Institutionen zählen. Gemeinsam wollen wir die Bedeutung der bilateralen deutsch-italienischen Beziehungen zurückverfolgen und die Herausforderungen analysieren, die uns in den nächsten Jahren erwarten, damit wir unsere gute Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb halten können.“
Zur Feier des 100-jährigen Jubiläums sind wichtige Vertreter aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Diese werden im Rahmen des Kongresses „Italien: Innovation und Faszination“ neue Tendenzen auf dem italienischen Markt aufzeigen und herausragende Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland vorstellen.
Die Vortragsreihe wird Michele Valensise, der Botschafter der Italienischen Republik in Deutschland und Ehrenpräsident der ITKAM, eröffnen. Es folgt eine Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto.
Nach einleitenden Worten von Pasquale Lamorte, Vizepräsident von Unioncamere Nazionale, und Manlio La Loggia, Präsident der ITKAM, wird Luca Cordero di Montezemolo, Präsident von Ferrari, eine Rede über 100 Jahre deutsch-italienische Wirtschafts- und Handelsbeziehungen halten.
Die erste Diskussionsrunde widmet sich innovativen Clustern der italienischen Technologiebranche und zeigt neue Trends, wie zum Beispiel Kooperationen im High-Tech-Bereich zwischen Italien und Deutschland, auf. Des Weiteren stehen das Thema Solarenergie und die Bemühungen der europäischen Länder um eine nachhaltige Zukunft auf der Agenda.
Im Fokus der letzten Diskussionsrunde stehen die Vermarktung des italienischen Nahrungsmittelsektors im Ausland und die Qualitätsanforderungen an das italienische Design zur erfolgreichen Behauptung auf dem deutschen Markt.
Im Anschluss an die Vorträge wird Manlio La Loggia, Präsident der ITKAM, eine abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Erkenntnisse des Tages halten.
Aus den Reihen der Unternehmensvertreter werden Gabriele Del Torchio (Vorstandsvorsitzender von Ducati Motor Holding), Ingmar Wilhelm (Vizepräsident von Enel Green Power), Francesco Guidetti (CEO von Innova Solar Energy), Giuseppe Pasini (Präsident von Feralpi und Federacciai) und Francesco Casoli (Präsident von Elica) an der Diskussion teilnehmen.
Weitere Diskussionsteilnehmer werden sein: Walter Ambrogi (Head of International Corporate and Investment Banking Division von Intesa Sanpaolo), Wolf Michael Kühne (Partner DLA PIPER), Gian Angelo Bellati (Direktor von Unioncamere Veneto), Fabrizio Capua (Regionalminister für die Internationalisierung der Region Kalabrien), Andrea Zanlari (Präsident der CCIAA Parma und der INDIS Unioncamere), und Mario Guidi (Präsident von Confagricoltura).
Im Anschluss an den Kongress findet ein Galadiner statt, in dessen Mittelpunkt auserlesene italienische Gerichte stehen. Die Speisen werden durch die Köche der von Gualtiero Marchesi geführten „Internationalen Schule der italienischen Küche“ zubereitet. Begleitend wird eine Auswahl der besten italienischen Weine angeboten.
Weitere Informationen unter:
http://www.itkam.org