Die EU-DSGVO kommt! Drei Schlüsselaspekte für Compliance im Netzwerk

Die EU-DSGVO kommt! Drei Schlüsselaspekte für Compliance im Netzwerk
Oliver Burgstaller, Director, Advanced Business Solutions, Riverbed Technology (Bildquelle: @Riverbe
 

Dank moderner Cloud-Lösungen werden Unternehmen immer vernetzter und globaler. Doch die zunehmende Abhängigkeit von diesen Cloud-Technologien birgt für Unternehmen auch einige Herausforderungen hinsichtlich der Datensicherheit. Aus diesem Grund hat die Europäische Union die neue Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) erlassen, welche am 25. Mai 2018 EU-weit in Kraft treten wird. Die Verordnung ist für alle Unternehmen bindend, welche personenbezogene Daten innerhalb der EU verwalten. Die EU-DSGVO gilt also auch für außereuropäische Unternehmen, soweit diese ihre Waren oder Dienstleistungen im europäischen Markt anbieten. Riverbed gibt Tipps, mit denen Unternehmen sich für die bevorstehende Einführung der EU-DSGVO rüsten können.

1. Erstellen Sie ein Mapping für Ihren Datenfluss

Für Unternehmen ergibt sich mit der Einführung der neuen Datenschutzgrundverordnung ein neues Spannungsfeld: Einerseits müssen sie natürlich den neuen Anforderungen an den Schutz der Kundendaten gerecht werden. Gleichzeitig müssen sie jedoch sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter diese Daten weiterhin für den Geschäftsbetrieb nutzen können. Bisher haben die meisten Unternehmen zwar Mitarbeiter- und Kundeninformationen verarbeitet, hatten aber keinen konkreten Plan, wie diese Daten letztendlich gespeichert und verwendet werden können. Diese Unternehmen müssen nun ein Mapping erstellen, welches den Fluss personenbezogener Daten in ihrem Netzwerk nachvollziehbar darstellt. Viele Unternehmen sammeln Benutzerdaten auf einem Kanal, zum Beispiel auf ihrer Website, und verarbeiten sie dann in einem anderen Teil ihres Netzwerkes – etwa einer Cloud. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Unternehmen einen genauen Ãœberblick darüber haben, welchen Weg ihre Daten nehmen.

2. Führen Sie regelmäßige Risikobewertungen durch

Es gibt viele Tools für eine höhere Netzwerksicherheit, darunter etwa Schwachstellen-Scanner oder Intrusion Detection & Prevention Firewalls. Keines dieser Werkzeuge garantiert jedoch eine hundertprozentige Sicherheit. Es ist daher unerlässlich, regelmäßig Risikobewertungen durchzuführen und zu dokumentieren. Mithilfe neuer Technologien können IT-Teams das Netzwerk überwachen, Zugriffe melden, nachweisen oder widerlegen und potenzielle Sicherheitslücken identifizieren. Dank dieser Informationen wissen Unternehmen jederzeit, was in ihrem gesamten Netzwerk passiert. So können sie Sicherheitslücken verhindern und den Schaden bei unberechtigten Zugriffen minimieren.

3. Entwickeln Sie einen effizienten Datenschutz

Unternehmen müssen den Schutz der Privatsphäre vollumfänglich gewährleisten. Indem sie für eine ganzheitliche End-to-End-Transparenz im gesamten Netzwerk sorgt, kann die IT-Abteilung in Echtzeit einen klaren Überblick über die Anwendungsperformance in der Cloud- und On-Premise gewinnen. Mithilfe von Tools zur Anwendungsüberwachung kann die IT-Abteilung dann die Ursache von Performance-Problemen identifizieren und diese unverzüglich beheben, um die Performance proaktiv zu verbessern. Ganzheitliche End-to-End-Transparenz gewährleistet die Einhaltung der Datensicherheitsvorschriften und erhöht die Produktivität sowie den Umsatz des Unternehmens. Da immer mehr Unternehmen ihren betrieblichen Workload in die Cloud verlegen, wird die Transparenz in öffentlichen, privaten und hybriden Clouds immer wichtiger.

Um auch weiterhin alle Vorteile der Cloud-Technologie nutzen zu können und kostspielige Bußgelder zu verhindern, sollten Sie sich vorzeitig auf die neue EU-DSGVO vorbereiten und effektive Maßnahmen implementieren. Denn bei einem Verstoß gegen die neuen Regelungen drohen nicht nur hohe Bußgelder, sondern auch ein Reputationsverlust und damit Umsatzeinbußen.