DHfPG und DSSV veranstalten 2. Parlamentarischen Abend in Berlin

DHfPG und DSSV veranstalten 2. Parlamentarischen Abend in Berlin
2. Parlamentarischer Abend in Berlin (Foto: Katja-Julia Fischer)
 

Im Dezember 2012 wurden von der Bundesregierung die neuen Eckpunkte zur Umsetzung des Koalitionsvertrags für eine Präventionsstrategie veröffentlicht. Darin wird deutlich untermauert, wie wichtig Prävention und Gesundheitsförderung in jedem Lebensalter ist, um Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen, Übergewicht oder Diabetes einzudämmen. Deshalb werden kontinuierlich neue Ansätze für die Gesunderhaltung entwickelt. Diese Aufgaben können jedoch nicht nur allein dem Gesundheitswesen und den gesetzlichen Krankenkassen zugeteilt werden. Es müssen weitere Partner mit ins Boot genommen werden.

Parlamentarischer Abend bietet Informations- und Diskussionsplattform
Um über den Beitrag von Fitness- und Gesundheitsanlagen zur Volksgesundheit in Deutschland zu diskutieren und die Arbeit der Fitness- und Gesundheitsbranche transparenter zu machen und sich damit als kompetenten Partner vorzustellen luden die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der Arbeitsgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) am 31. Januar 2013 zum 2. Parlamentarischen Abend in die Parlamentarische Gesellschaft in Berlin ein.

Bereits im vergangenen Jahr hatten DHfPG und DSSV die Möglichkeit, ihre Arbeit und branchenspezifische Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Berlin zu präsentieren. Ein Impulsvortrag von Prof. Dr. med. Thomas Wessinghage, Ärztlicher Direktor der Medical Park AG in Bad Wiessee sowie Prorektor der DHfPG beleuchtete das Thema Prävention und Gesundheitsförderung für anschließende Dialog-Runden.

Auch in diesem Jahr waren wieder Vertreter aus Politik, den Krankenkassen und Institutionen unter dem Motto „Gesundheittrainieren“ eingeladen, um der Präsentation von Hochschule und Arbeitgeberverband zu folgen und sich vom wirtschaftlichen Nutzen der Arbeit der Fitness- und Gesundheitsbranche zu überzeugen. Die Begrüßung der geladenen Gäste erfolgte durch Birgit Schwarze, Präsidentin des DSSV. In ihrer Ansprache betonte Schwarze die Wichtigkeit der persönlichen Gesundheiterhaltung und appellierte an die geladenen Gäste, mit gutem Beispiel voranzugehen und als Fürsprecher für die Eigeninitiative jedes Einzelnen in Hinsicht auf die persönliche Gesundheit und Fitness zu agieren.

Rollenspiel zeigt Vorurteile gegenüber dem Fitnesstraining auf
In diesem Jahr stellte eine Performance über die Vorurteile gegenüber dem Training in einem Fitnessstudio den Mittelpunkt des Abends dar. In seinen anschließenden Kommentar räumte Prof. Dr. med. Thomas Wessinghage mit den bestehenden Vorurteilen auf und betonte den Nutzen eines regelmäßigen Trainings im Studio. Mittlerweile betrifft Bewegungsmangel und seine Folgeerscheinungen wie hohe Krankheitslast ca. 80 % der Bevölkerung (> 30 J.) und stellt damit ein zentrales Gesundheitsproblem des dritten Jahrtausends dar. Nur durch die Zusammenarbeit von Politik, Krankenversicherern, Ärzten und sonstige im Gesundheitswesen Tätigen, aber auch nicht zuletzt jedem Einzelnen, kann diesem Problem entgegengewirkt werden. Ein strukturiertes Bewegungs- und Trainingsprogramm unter professioneller Anleitung könne dabei, so Wessinghage, insbesondere auch präventiv helfen, die Zunahme von Zivilisationskrankheiten zu reduzieren. Dabei betonte Wessinghage die Selbständigkeit der Fitnessbranche, die bereits eine flächendeckend gewachsene Infrastruktur besitzt, die alle notwendigen Voraussetzungen für Prävention und Gesundheitsförderung mitbringt und auf keine finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Die individuelle Möglichkeiten bietet und flexibel genutzt werden kann. Und die als Ergänzung zu Angeboten der anderen Akteure wie z.B. Sportvereinen genutzt werden kann. Das flächendeckende Netzwerk aus Gesundheitsdienstleistern könne hier in enger Zusammenarbeit mit den wichtigen Trägern präventions- und gesundheitspolitischer Strategien und Maßnahmen künftig eine entscheidende Funktion übernehmen. Dabei unterstrich Wessinghage die Qualität der Betreuung durch fachkompetentes Personal wie den Studierenden und Absolventen der DHfPG, welches den entscheidenden Faktor des Trainingserfolges darstellt.

Standpunkt-Talk mit hochkarätigen Rednern
Im Anschluss an Prof. Wessinghages Ausführungen fand ein Standpunkt-Talk mit geladenen Vertretern von Politik, Krankenkassen und Institutionen unter Moderation von Rolf Stuppardt statt. So hatten Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, Dr. Volker Hansen, Bundesvereinigung der Arbeitgeber, Ingo Nürnberger, Deutscher Gewerkschaftsbund, MdB Dr. Rolf Koschorrek (CDU), Norbert Paland, Bundesministerium für Gesundheit, Prof. Dr. Bernhard Allmann, IKK Südwest und DHfPG und die Präsidentin des DSSV Birgit Schwarze die Möglichkeit, ihren Standpunkt zur Notwendigkeit der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen darzustellen.

DSSV und DHfPG – Zwei starke Partner
Der Fitness- und Gesundheitsmarkt zählt zu den wichtigsten Job- und Wachstumsbranchen in Deutschland. Während die Beschäftigungszahlen in vielen Branchen stetig zurückgehen, zeigen sich für den Bereich der Fitness- und Gesundheitsdienstleistungen jährlich
Arbeitsplatzzuwächse. In der Branche, die der DSSV vertritt, existieren derzeit über
100.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Mittlerweile trainieren in Deutschland laut den Eckdaten des DSSV bereits rund acht Millionen Menschen in über 7.500 Fitness- und Gesundheitseinrichtungen und nutzen das vielfältige Angebot.
Der DSSV fördert und unterstützt eine solche systematische und konsequente Ausrichtung, damit Prävention und Gesundheitsförderung in alle relevanten Lebensbereiche getragen werden können. In Partnerschaft mit seinen Bildungspartnern, der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und dem Schwesterunternehmen BSA-Akademie fördert der Arbeitgeberverband durch hochwertige und branchenspezifische Aus- und Weiterbildung die Professionalität der Gesundheitsdienstleistungen. Mehr als 3.800 Studierende an der Deutschen Hochschule und 140.000 Teilnehmer seit 1983 bei der BSA-Akademie unterstreichen die Forderung nach flächendeckend qualifizierten Dienstleistungen zur Förderung der Gesundheit.

Weitere Informationen unter:
http://www.dhfpg.de