
Drei Kreuzbandrisse und das gerade einmal mit 16 Jahren – aus der Traum vom aktiven Profifußball für Florian Kästner. Nichtsdestotrotz war für ihn damals klar, er will seine Leidenschaft zum Beruf machen. Den Grundstein legte er mit dem Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und wird in der kommenden Spielzeit, neben seiner administrativen Tätigkeit beim Fußball-Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena, die U17 des Vereins als jüngster Cheftrainer der B-Junioren-Bundesliga bei der Mission Klassenerhalt begleiten.
Nach dem Abitur an die DHfPG
„Ich recherchierte viel im Internet und schaute mir verschiedene Bewertungen zu Hochschulen an. Dann wurde ich auf die DHfPG aufmerksam und war direkt angetan vom dualen Studiensystem.“ Aus den sechs dualen Bachelor-Studiengängen der DHfPG entschloss sich Florian Kästner für den Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement, der die Themenfelder Trainings-, Natur-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften verbindet.
„Für mich war es eine optimale Kombination aus Betriebswirtschaft und Trainingswissenschaft. Hinzukam, dass ich durch meine Verletzungen schon persönliche Erfahrungen in dem Bereich gesammelt hatte, und diese wollte ich mit anderen Menschen teilen.“ Das duale Bachelor-Studiensystem der DHfPG beinhaltet neben der theoretischen Ausbildung an der Hochschule auch eine betriebliche Ausbildung bei einem der über 4.300 Ausbildungspartner. Fündig wurde der passionierte Fußballer im VIMODROM in Erfurt. „Das hat optimal gepasst. Dort hatte ich viele Personal Trainings, in denen ich neben meinen Kompetenzen aus dem Studium auch meine eigenen Erfahrungen aus den Knieverletzungen an Kunden weitergeben konnte.“ Neben Studium und betrieblicher Ausbildung brachte der DHfPG-Studierende seine Karriere als Fußballtrainer voran. „Das Studiensystem bietet einem genug Flexibilität, sodass neben Beruf und Studium ein Wechsel als Co-Trainer in die U17 von Rot-Weiß Erfurt möglich war.“
Wechsel zum Fußballinternat
Nach knapp einem Jahr Studienzeit bot sich für Florian Kästner die Möglichkeit, sein duales Studium beim Jugendfußball-Leistungszentrum in Schlotheim fortzuführen. „Dadurch hatte ich in meiner betrieblichen Ausbildung den direkten Kontakt zum Fußball. Weiterhin durfte ich dort neue Aufgabengebiete begleiten, die mich auch persönlich weitergebracht haben. „Bei den Trainingseinheiten, vor allem im athletischen Bereich, konnte ich stets auf die Studieninhalte aus den vielzähligen Modulen der Trainingswissenschaft zurückgreifen. Aber auch bei der Kommunikation mit den Eltern und Internatsbewohnern halfen mir die Präsenzphasen enorm weiter.“
Als dualer Student zum FC Carl Zeiss Jena
„Mich erreichte eine Anfrage von der sportlichen Leitung vom FC Carl Zeiss Jena, die mir anboten, mein duales Studium bei ihnen in der Geschäftsstelle fortzuführen.“ Für den damaligen Bachelor-Studenten eine einmalige Chance, die er sich nicht entgehen ließ. In der kommenden Spielzeit übernimmt Florian Kästner die Cheftrainerrolle bei den U17-Junioren und wird damit der jüngste Trainer der B-Junioren-Bundesliga.
Trainerkarriere, administrativer Mitarbeiter in der Geschäftsstelle & MBA-Studium
Neben seinen sportlichen Erfolgen schloss er sein Bachelor-Studium an der DHfPG erfolgreich ab und entschied sich, seinen akademischen Werdegang an der DHfPG fortzuführen. „Ich habe schon früh gemerkt, welchen Mehrwert mir die Studieninhalte bieten und daher stand der Entschluss schnell fest, dass ich noch den Master dranhängen möchte.“ Aus den vier möglichen Master-Studiengängen wählte der Thüringer den Master of Business Administration Sport-/Gesundheitsmanagement.
„Da der Fußball ein sehr schnelllebiges Geschäft ist und man nie weiß, was kommt, habe ich mich für den Schwerpunkt Betriebliches Gesundheitsmanagement entschieden. Es ist ein Zukunftsthema, das für viele Unternehmen immer wichtiger wird. Sollte es mit dem Fußball nichts werden, bin ich durch das Studium so breit aufgestellt, dass ich mich theoretisch auch noch anderweitig weiterentwickeln kann. Und das finde ich einfach top, dass man sich an der DHfPG persönliche Schwerpunkte setzen kann, womit man seinen Weg wählt und selbst gestaltet.“
Durch die Corona-Pandemie passte die DHfPG das Studiensystem an, wodurch die Studierenden mittlerweile in der Lage sind, selbst zu entscheiden, wie sie die Präsenzphasen absolvieren möchten – vor Ort oder digital. „Für mich ist das eine unschlagbare Kombination. Ich kann die Lerneinheiten durch die digitalen Alternativen so legen, dass ich sie mit meinem Beruf und meiner Trainertätigkeit optimal vereinbaren kann. Die Vor-Ort-Präsenzphasen nutze ich, um mich besser mit den Kommilitonen und den Dozenten auszutauschen und Fragen zu stellen, die ich über die Chat-Funktion bei den digitalen Präsenzphasen vielleicht nicht stellen würde.“