DGAP-News: MOLOGEN AG erhält Fördermittel für die Entwicklung eines DNA-Impfstoffes gegen Hepatitis B

MOLOGEN AG / Kooperation

06.04.2010 08:00

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt
durch die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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– Die DNA-Spezialisten aus Berlin forcieren ihre Entwicklungsarbeit auf dem
Feld moderner, verbesserter DNA-basierter Impfstoffe. Sie reagieren damit
auf einen hohen Bedarf – mit interessantem Marktpotential.

Berlin, 06. April 2010. Das Berliner Biotechunternehmen MOLOGEN AG hat
Fördermittel für die präklinische Entwicklung eine MIDGE(R)-basierten
Impfstoffes gegen Hepatitis B erhalten. Das Projekt, das bereits begonnen
wurde, wird zusammen mit der Firma Synvolux Therapeutics B. V. aus den
Niederlanden, durchgeführt.

Ziel des Projektes ist es, einen neuartigen, hochwirksamen Impfstoff gegen
die Infektion durch Hepatitis-B-Viren zu entwickeln. Der Impfstoff soll
vorbeugend (prophylaktisch) und zur Behandlung (therapeutisch) einsetzbar
sein. Im Rahmen des Projektes sollen alle notwendigen präklinischen Studien
durchgeführt werden, so dass der Impfstoff nach Abschluss des Projekts in
klinischen Studien getestet werden kann.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen
der EuroTrans-Bio-Initiative der EU mit rund 280.000 Euro gefördert, was
einer Förderquote von 50% entspricht. Das Projekt soll bis Ende 2012
abgeschlossen werden.

Im Anschluss an das Projekt soll der Impfstoff im Rahmen klinischer Studien
getestet werden.

“Das Fördermittelprogramm ermöglicht es uns, einen weiteren
MIDGE(R)-basierten Impfstoffkandidaten für eine Krankheit zu entwickeln,
für die nach wie vor ein großer medizinischer Bedarf an verbesserten
Behandlungsmethoden besteht“, erläutert Dr. Matthias Schroff,
Vorstandsvorsitzender der MOLOGEN AG. “Neben dem Impfstoff gegen die
Leishmaniose beim Menschen, der ebenfalls durch Fördermittel signifikant
unterstützt wird, werden wir im Rahmen des neuen Projektes einen weiteren,
modernen DNA-Impfstoff auf der Grundlage einer unserer
Schlüsseltechnologien entwickeln. Neben unserer Expertise in der
Krebsbekämpfung können wir nun auch unser großes Know-how bei der
Entwicklung DNA-basierter Impfstoffe beweisen und unsere Produktpipeline
weiter ausbauen.“

DNA-Impfstoff gegen Hepatitis-B-Viren

Der neuartige Impfstoff basiert auf den MIDGE(R)DNA-Vektoren von MOLOGEN
und wird mit dem gut-verträglichen SAINT Transfektionsreagenz von Synvolux
formuliert, dass als Wirkverstärker dienen soll.

Der neue DNA-Impfstoff soll wirksamer als vorhandene Impfstoffe sein und
die Anzahl der bisher notwendigen Wiederholungsimpfungen pro Person
reduzieren. Er soll prophylaktisch und therapeutisch einsetzbar sein. Mit
dem neuen Impfstoff könnten Impfkosten gesenkt und Impfprogramme leichter
umgesetzt werden.

Ãœber Hepatitis B

Hepatitis B ist eine schwere Lebererkrankung in der Folge einer Infektion
mit Hepatitis-B-Viren. Weltweit sind rund 2Milliarden Menschen infiziert,
wovon etwa 350 Millionen an chronischer Hepatitis B erkrankt sind.

In rund 90% der Fälle verläuft die Infektion akut und heilt nach etwa zwei
bis sechs Wochen aus. Dabei zeigen etwa zwei Drittel aller Hepatitis B
Infizierten keine klinischen Symptome. In schweren Fällen kann es neben den
akuten Schädigungen des Lebergewebes zu Störungen der Blutgerinnung und
Gehirnschäden kommen.

Bei rund 10% der Infektionen kommt es zu einer chronischen Infektion. Diese
kann zu schweren Folgen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Je jünger
der infizierte Mensch ist, desto häufiger kommt es zu einem chronischen
Verlauf der Krankheit. Daher gibt es in den meisten Ländern ein staatliches
Impfprogramm für Neugeborene und Kleinkinder.

Obwohl es bereits zahlreiche zugelassene Impfstoffe gibt, besteht weiterhin
Bedarfan neuartigen Hepatitis B Impfstoffen. Diese sollten zum Beispiel
eine Immunisierung mit nur einer Dosis erreichen (bislang sind meist drei
Impfungen erforderlich) und auch therapeutisch eingesetzt werden können.

MIDGE(R) DNA-Vektoren

MOLOGEN hat mit den MIDGE(R) Vektoren eine ausgezeichnete Plattform, auf
deren Grundlagen gut-verträgliche DNA-basierte Impfstoffe entwickelt werden
können. Im Unterschied zu anderen DNA-Vektoren (Plasmide, Viren) enthält
der MIDGE(R) Vektor aber nur die für die eigentliche Wirkung notwendige
Information. Er ist frei von unerwünschten Bereichen, die nur dem
Herstellungsprozess dienen. MIDGE(R) Vektoren sind rund 50-80% kleiner als
bisherige Plasmid-basierte DNA-Vektoren und sogar noch deutlich kleiner als
virale Vektoren.

MIDGE(R) Vektoren sind selbst bei Verabreichung weit oberhalb der klinisch
relevanten Dosierung nicht toxisch und nicht entzündungsfördernd. Gegen
MIDGE(R) Vektoren werden auch keine Immunreaktionen ausgelöst. Viel
wichtiger noch, der Vektor wird nicht in das Erbgut des Patienten
eingebaut. MIDGE(R) Vektoren führen also zu einer effizienten und sicheren
prophylaktischen oder therapeutischen Genexpression.

Die MIDGE(R) Vektoren von MOLOGEN überwinden somit die Nachteile bei der
Wirksamkeit und der Sicherheit anderer Gentransfer- und Expressionssysteme.

Ãœber MOLOGEN

Die MOLOGEN AG, ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Berlin, ist
auf die Erforschung und Entwicklung innovativer Arzneimittel auf Basis von
DNA-Strukturen spezialisiert. Im Fokus der Aktivitäten stehen
Produktentwicklungen für die Behandlung von Krebs sowie Impfstoffe gegen
schwere Infektionskrankheiten.

MOLOGEN wurde 1998 gegründet und gehört weltweit zu den wenigen
Biotechnologie-Unternehmen mit einer gut verträglichen DNA-basierten
Krebsbehandlung im klinischen Entwicklungsstadium.

Die Aktie der MOLOGEN AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet
(ISIN DE 0006637200).

MOLOGEN AG

Kontakt: Jörg Petraß
E-Mail: investor@mologen.com
Telefon: +49-30-84 17 88-13
Fax: +49-30-84 17 88-50

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E-Mail: baden@kirchhoff.de
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06.04.2010 08:00 Ad-hoc-Meldungen, Finanznachrichten und Pressemitteilungen übermittelt durch die DGAP. Medienarchiv unterwww.dgap-medientreff.deundwww.dgap.de—————————————————————————

Sprache: Deutsch
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