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BayWa AG: Halbjahresergebnis besser als erwartet: Wachstumsstrategie
geht auf – BayWa will 2012 erneut beim Ergebnis zulegen
02.08.2012 / 10:30
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Halbjahresergebnis besser als erwartet: Wachstumsstrategie geht auf – BayWa
will 2012 erneut beim Ergebnis zulegen
Die BayWa AG, München, hat die positive Entwicklung nach dem sehr guten
Start in das Jahr 2012 fortgesetzt und das 1. Halbjahr mit einer deutlichen
Umsatz- und Ergebnissteigerung abgeschlossen: Der Umsatz des
internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns betrug zum 30. Juni
2012 5,1 Mrd. Euro und damit 11,9 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt
(Vorjahr: 4,6 Mrd. Euro). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) belief
sich nach sechs Monaten auf 91,1 Mio. Euro. Das bedeutet eine Steigerung um
2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem ein EBIT von 88,7 Mio.
Euro erwirtschaftet wurde.
Die ausgesprochen positive Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2012 ist vor
allem vom Segment Energie mit dem Geschäftsbereich erneuerbare Energien
getragen worden, der von der starken Nachfrage nach Solarmodulen
profitierte. Auch das Segment Agrar entwickelte sichüberdurchschnittlich,
da die im Jahr 2012 von der BayWa erworbene Beteiligung Turners&Growers
mehr Ergebnis erwirtschaftete als erwartet. Die Erstkonsolidierung von
Turners&Growers führte dazu, dass die Sparte Obst erstmalsüber 15
Prozent zum Agrarergebnis beisteuerte. Auch für das 2. Halbjahr ist die
BayWa zuversichtlich, dass Turners&Growers sich positiv weiterentwickelt,
da das Unternehmen vor allem vom Wachstum im asiatischen Markt profitiert.
–Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass unsere Wachstumsstrategie aufgeht.
Das Halbjahresergebnisübertraf eindeutig unsere Erwartungen–, freute sich
der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, bei der
Präsentation der Zahlen.
Aufgrund steigender Getreidepreise, nach wie vor lebhafter Nachfrage bei
der Landtechnik, planmäßig verlaufender Projektverkäufe bei erneuerbaren
Energieanlagen sowie der saisontypisch noch zu erwartenden umsatzstarken
Monate Juli bis Oktober bei Baustoffe geht die BayWa AG von einem sich auch
weiterhin sehr positiv entwickelnden Geschäftsjahr 2012 aus. –Wir wollen in
2012 ein noch besseres Ergebnis als 2011 erzielen–, zeigte sich Lutz
optimistisch, auch wenn Euro- und Finanzkrise Wirtschaftsprognosen noch
schwieriger machten als bisher.
Agrar:Ãœberdurchschnittliche Entwicklung im 1. Halbjahr
Das Segment Agrar erwirtschaftete im 1. Halbjahr 2012 einen Umsatz von 2,6
Mrd. Euro (Vorjahr: 2,3 Mrd. Euro) und damit einen Zuwachs von rund 13
Prozent. Das EBIT belief sich auf 68,5 Mio. Euro (Vorjahr: 71,8 Mio. Euro).
Der leichte Rückgang im EBIT um knapp 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
ist vor allem auf die schwächeren Margen im Getreide- und Düngemittelhandel
zurückzuführen. Während das Getreidegeschäft im Vorjahr von den seit
Erntebeginn stark zunehmenden Preisen profitiert hatte, setzte der
Preisanstieg 2012 erst zum Ende der Nacherfassung beziehungsweise nach dem
Verkauf des eingelagerten Getreides ein.
Die Sparte Agrarhandel, also der Handel mit landwirtschaftlichen
Erzeugnissen und Betriebsmitteln, setzte im 1. Halbjahr 2012 rund 1,74 Mrd.
Euro (Vorjahr: 1,67 Mrd. Euro) um und erzielte ein EBIT von rund 44,0 Mio.
Euro (Vorjahr: 58,1 Mio. Euro). Insgesamt verzeichnete der Konzern im
Agrarhandel eineüberdurchschnittliche Halbjahresentwicklung: Schwächere
Gewinnspannen im Getreide- und Düngemittelhandel konnten zu einem großen
Teil durch höhere Getreidevolumen bei der Nacherfassung sowie einen sehr
guten Absatz von Saatgut und Pflanzenschutz kompensiert werden.
–Durch die zu erwartende durchschnittliche Getreideernte in Deutschland und
Europa, aber aufgrund deutlich schlechterer Ernteerwartung in den USA und
Teilen der GUS-Staaten, dürften die Getreidepreise in den nächsten Monaten
sehr volatil sein, aber mit stärkerer Tendenz nach oben–, erläuterte Klaus
Josef Lutz. Die BayWa und ihre Kunden würden von dieser Entwicklung
profitieren, da steigende Getreidepreise auch die Investitionsmöglichkeiten
der Landwirte verbessern.
Die Sparte Obst erzielte im 1. Halbjahr 2012 durch die Erstkonsolidierung
von Turners&Growers 202,3 Mio. Euro Umsatz (Vorjahr: 75,7 Mio. Euro). Das
EBIT betrug 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro). Das weltweit agierende
Fruchthandelsunternehmen Turners&Growers aus Neuseeland konnte seine
Ernte zu guten Preisen vermarkten, während in Deutschland die Rekordernte
des Vorjahres zu niedrigeren Margen führte. Für den Sommer/Herbst 2012 wird
in Deutschland wieder eine eher durchschnittliche Obsternte erwartet, so
dass von höheren Margen im Verkauf auszugehen ist.
Die Agrartechnik verzeichnete erneut Absatzsteigerungen und profitierte
außerdem von den Auftragsüberhängen aus 2011. So stieg der Umsatz im
Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 19,5 Prozent auf 632,9 Mio.
Euro (Vorjahr: 529,5 Mio. Euro). Das EBIT kletterte um 20,4 Prozent auf
14,0 Mio. Euro (Vorjahr: 11,7 Mio. Euro). Die Sparte konnte die
Verkaufszahlen bei Neumaschinen um mindestens 22 Prozent steigern und auch
das Servicegeschäft erweitern. Da dieÜberhänge aus 2011 jetzt teilweise
abgebaut sind und der Auftragseingang sich mittlerweile normalisiert hat,
rechnet die BayWa in der 2. Jahreshälfte mit einem sich leicht
abschwächenden Wachstum in dieser Sparte.
Energie: Erneuerbare Energien entwickeln sich noch besser als erwartet,
Heizöl holt auf
Der Halbjahresumsatz 2012 im Segment Energie (klassische Energieträger und
regenerative Energien) erhöhte sich um 34,4 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro
(Vorjahr: 1,3 Mrd. Euro). Das EBIT profitierte von dieser Entwicklung und
stieg auf 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Dieser extreme Anstieg
lässt sich vor allem auf die höheren Erträge aus dem regenerativen
Energiebereich zurückführen: Zum einen erlebte Deutschland aufgrund der
anhaltenden Diskussion um dieÄnderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz
einen Nachfrageboom nach Solarmodulen. Auch in den USA lief das Geschäft
mit PV-Modulen sehr gut. Zum anderen konnten Solaranlagen hauptsächlich in
Deutschland, die von den Gesellschaften der BayWa r.e im Rahmen ihres
Projektgeschäfts errichtet worden waren, gewinnbringend verkauft werden.
Insgesamt wurden hier im 1. Halbjahr 2012 Anlagen mit fast 9 Megawatt (MW)
Leistung abgegeben. Dies führte zu einem operativen Ergebnis dieses
Geschäftszweiges in Höhe von 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: minus 0,6 Mio. Euro).
Das klassische Heizölgeschäft holte im 2. Quartal durch den sinkendenÖlpreis auf. Allerdings lagen die Margen deutlich unter dem Vorjahr. Eine
Umkehr dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Die Preissensibilität der
Verbraucher ist an der Entwicklung der letzten Wochen zu erkennen: Als der
Heizölpreis im Frühjahr sank, nahm der Auftragseingang bei der BayWa rapide
zu; seitdem die Preise in den vergangenen Wochen anstiegen, verringerte
sich die Nachfrage wieder deutlich. Im 3. und 4. Quartal rechnet die BayWa
witterungsbedingt wieder mit mehr Aufträgen, allerdings wird das zu
erreichende Volumen stark von der generellenÖlpreisentwicklung abhängen.
–Bei den erneuerbaren Energien gehen wir davon aus, dass angesichts einer
besseren Planungssicherheit durch das endlich verabschiedete
Einspeisegesetz, die Kunden weiterhin in Solarmodule investieren werden–,
erläuterte Lutz. Da die nunmehr festgelegte Obergrenze für Solaranlagen bei
52 Gigawatt (GW) liegt und in Deutschland hier bisher die installierte
Leistung ca. 28 GW beträgt, sieht Lutz auch in Deutschland ein positives
Umfeld für Photovoltaik genauso wie für Wind und Biogas. Für die beiden
letztgenannten Arten der Energieerzeugung hatte es nur marginale
Veränderungen im neuen Fördergesetz gegeben. Auch international laufe das
Geschäft der regenerativen Energien sehr gut, besonders in den USA im
Bereich der Windanlagenprojekte, erläuterte Lutz. –Das internationale
Wachstum ist die richtige Strategie und wir sehen uns hier hervorragend
aufgestellt–, so der Vorstandsvorsitzende.
Bau: Baustoffe partizipiert an guter Konjunkturlage, margenstärkeres
Geschäft im 2. Halbjahr erwartet
Der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 im Segment Bau, das ausschließlich aus dem
Baustoffhandel besteht, betrug 813,0 Mio. Euro (Vorjahr: 978,5 Mio. Euro).
Das EBIT verzeichnete 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro). Diese Zahlen
sind zum einen auf die Ausgliederung der Bau&Gartenmärkte zu Beginn
dieses Jahres zurückzuführen. Zum anderen wirkten sich aber auch auf den
Baustoffhandel die für das 1. Halbjahrüblichen margenschwachen
Streckengeschäfte aus. Im 2. Halbjahr werden saisonüblich die deutlich
margenstärkeren Geschäfte (Lagergeschäft) erwartet, die dann das EBIT
positiv beeinflussen dürften.
Insgesamt erwartet der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz,
nach einem hervorragenden Ergebnis zur Jahresmitte 2012 auch ein sich
positiv entwickelndes 2. Halbjahr mit entsprechenden Ergebnissteigerungen,
so sich nicht unerwartete oder außergewöhnliche Witterungs- und
Marktgeschehen ergäben.
Kontakt:
Marion Danneboom, BayWa AG, Leiterin PR/Unternehmenskommunikation,
Tel. 0 89/92 22-36 80, Fax 0 89/92 22-36 98,
E-Mail: marion.danneboom@baywa.de
Ende der Corporate News
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