Deutscher Konjunkturindex weiter auf Talfahrt

Deutscher Konjunkturindex weiter auf Talfahrt
Der Regus Business Confidence Index: Der weltweite Konjunktindex ist im Durchschnitt in den letzten
 

Düsseldorf, 22. November 2012 – In Deutschland ist das Vertrauen in die Wirtschaftslage laut dem Regus Business Confidence Index seit April 2012 um 8 Punkte gefallen (von 132 auf 124). Ein starker Rückgang des Konjunkturidex in vielen Schwellenländern ist ein Warnsignal dafür, dass Unternehmen weltweit in den nächsten Monaten weiterhin vor turbulenten Zeiten stehen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Regus Business Confidence Index (BCI) nach einer Befragung von mehr als 24.000 Führungskräften in 92 Ländern.

Vertrauen in Wirtschaftslage weltweit geschwächt:
Bereits im Frühjahr 2012 zeugte der Business Confidence Index für Deutschland vom Wandel in der hiesigen Wirtschaft. Nach einem langen positiven Trend fällt der Index zum zweiten Mal: schon im April verzeichnete der Index einen Rückgang von 7 Indexpunkten im Vergleich zum September 2011. Der Politik wird angesichts dieser Entwicklung kein Vorwurf gemacht: Über die Hälfte der deutschen Befragten (53 Prozent) gaben an, mit dem Krisenmanagement der Regierung in Bezug auf Unternehmen zufrieden zu sein.

Auch in anderen wirtschaftsstarken Ländern ist der Index seit April 2012 maßgeblich gesunken. In den Schwellenländern ist ein Rückgang zu verzeichnen, dennoch liegt der Konjunkturoptimismus dort immer noch höher als in den entwickelten Märkten. Unternehmen weltweit sollten diesen Abfall jedoch unbedingt als Warnsignal verstehen, weiterhin aufmerksam bleiben und sich auf turbulente Monate vorbereiten, bevor erste Zeichen der Erholung eintreten werden.

Mittelstand besonders von den Turbulenzen betroffen:
In Deutschland blicken kleine und mittelständische Unternehmen weniger optimistisch in die Zukunft (120) als Großunternehmen (132). Dieses Ergebnis stellt ein besonderes Achtungszeichen dar, da kleine und mittelständische Unternehmen als Motor für Wachstum und Beschäftigung gelten. Als größte Bedenken gelten finanzierbare Kredite und effizientes Liquiditätsmanagement. Flexible Business Services nach dem Pay-as-you-go-Modell können dabei helfen, wettbewerbsfähig und agil zu bleiben.

Haupterkenntnisse und Statistiken:

– Der weltweite Konjunkturoptimismus ist im Durchschnitt in den letzten sechs Monaten um 2 Prozentpunkte auf 111 gefallen.

– Kleine Unternehmen und Start-Ups weltweit stehen vor folgenden Herausforderungen:
1. Vertrieb (49 Prozent)
2. Verwaltungsaufgaben (47 Prozent)
3. Cashflow (42 Prozent)

– Die Befragten weltweit nannten Schlüsselmaßnahmen, mit denen ihre Regierungen kleine Unternehmen und Start-Ups unterstützen könnten. Dazu gehören:
1. Steuerentlastungen (68 Prozent)
2. Niedrigzinskredite (64 Prozent)
3. Mentorprogramme (36 Prozent)

– Der Anteil der deutschen Unternehmen, die eine Steigerung ihres Umsatzes verzeichneten, blieb mit 63 Prozent gegenüber 62 Prozent im April 2012 beinahe unverändert. Ebenso verhielt es sich beim Anteil der Unternehmen, die eine Gewinnsteigerung vermeldeten (54 Prozent gegenüber 51 Prozent im April 2012).

– Die meisten europäischen Länder haben auch einen Rückgang des Index zu verzeichnen: so fällt beispielsweise der Index in Frankreich um 8 Punkte (von 103 auf 95), der der Niederlande um 1 auf 89 und der Index in Polen von 117 auf 102.

Der Regus Business Confidence Index:
In jeder Ausgabe präsentiert der Regus Business Tracker die aktuellsten Zahlen des Index zum Konjunkturoptimismus. Dieser Indexwert ist eine Kennzahl, bestehend aus zusammengefassten positiven Zukunftsprognosen, wobei die Umsatz- und Gewinnentwicklung des laufenden Geschäftsjahres mit Ausblicken auf den erwarteten Wirtschaftsaufschwung in den nächsten Monaten kombiniert wird. Der Wert wurde konzipiert, um Unternehmen mit einer einzigen Kennzahl die Haupterkenntnisse der Umfrage zu verdeutlichen. Der Bezugswert wurde in der ersten Ausgabe des Regus Business Tracker im September 2009 auf 100 festgelegt.

Weitere Informationen unter:
http://www.regus.de